Zu den unbekannten Seiten der Geschichte der Beziehungen zwischen der Sowjetunion und Deutschland gehören die konsularischen Vertretungen. Der Band untersucht die Tätigkeit des Konsulats in Novosibirsk. Zu den Tätigkeitsfeldern der Vertretung gehörten in erster Linie Kontakte zu den sowjetischen Behörden, das Problem der ehemaligen Kriegsgefangenen, die sich noch in Sibirien befanden, die Unterstützung wirtschaftlicher und kultureller Verbindungen zwischen Deutschland und der Sowjetunion, die Kontakte zur deutschen Minderheit in Sibirien, die Fürsorge für die Kollektivierungsopfer deutscher Herkunft, die Versorgung der deutschen Industriekolonie in Sibirien und der Schutz deutscher Staatsbürger während des Terrors der dreißiger Jahre.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.12.2004
"Verdienstvolle Kärrnerarbeit" haben die Autoren dieser Monografie nach Ansicht von Rezensent Hans Jochen Pretsch geleistet, um die Tätigkeit des deutschen Konsulats in Nowosibirsk 1923-1938 zu beleuchten. Den Autoren gelinge es durch die Auswertung von Quellen im Staatsarchiv und im Außenpolitischen Archiv der Russischen Föderation, im Staatsarchiv Tomsk und etlichen weiteren Archiven "genaue Einblicke" in das oft mühsame konsularische Alltagsgeschäft in isolierter und zunehmend unfreundlicher Umgebung zu geben. Wie Pretsch berichtet, verschlechterten sich die Lebensbedingungen der in Sibirien lebenden Deutschen, nachdem England 1914 die Rolle Deutschlands als größter Handelspartner Sibiriens übernommen hatte: Die sowjetischen Behörden drangsalierten die deutschstämmige Bauern, evangelische und katholische Geistliche, deutsche Bergarbeiter und nicht zuletzt die Mitarbeiter des Konsulats immer drastischer, so dass das Konsulat am 28. April 1938 geschlossen werden musste.
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