Mit Abbildungen und Karten im Text und 16 Bildtafeln. Diese erste umfassende deutschsprachige Geschichte Sibiriens von der Frühzeit bis in die Gegenwart beruht auf dem neuesten Forschungsstand und Recherchen der Autorin vor Ort.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.01.2004
Sabine Gladkovs Geschichte Sibiriens hat Rezensent Dittmar Dahlmann nicht überzeugt. "Durchaus lesenswert" findet er zwar das letzte Kapitel über die neuesten Entwicklungen in der Sowjetunion und Russland. Doch davon abgesehen lässt er kein gutes Haar an diesem Buch. Das Grundproblem sieht er im zu knapp bemessenen Raum für die Darstellung. Komplexe Zusammenhänge würden in wenigen Zeilen abgehandelt. Diese "verkürzten Darstellungen" hält er für "entweder nichtssagend oder falsch oder aber beides". Kritik übt er im weiteren am Fehlen wichtiger Sibirienforscher, an Gladkovs "sehr stark russozentrischer Sicht der Dinge" sowie an dem in der Darstellung unklaren Bezug von Zentrum und Peripherie. Auch dass die Autorin auf die Relativität kultureller Normen hinweist, mit Wertungen (Dschingis-Khan ein "skrupelloser Machtmensch") aber schnell zur Hand ist, missfällt Dahlmann. Er nennt zahlreiche weitere Mängel des Buches: die Zeittafel verzeichnet nicht alle wichtigen Daten, "vernünftige Karten" Sibiriens fehlen, die Auswahlbibliographie ist zu knapp und wenig hilfreich, Zitate werden nicht belegt, Abbildungen sind "wenig erhellend", ihre Erläuterungen oft "falsch" und manchmal "interpretationsbedürftig". Abschließend moniert er das Fehlen eines "effizientes Lektorats". "Ein wichtiges Thema", resümiert Dahlmann, "ist in diesem Buch leider verschenkt worden."
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