Herausgegeben von von Susanne Klengel, Thomas Fischer, Eduardo Pastrana Buelvas. Durch die erfolgreichen Friedensverhandlungen steht Kolumbien derzeit wieder verstärkt im Fokus des internationalen Interesses. Die über 30 Beiträge dieses Bandes analysieren nach einer landeskundlichen Einführung Aspekte aus Politik und Gesellschaft (Geschichts- und Vergangenheitspolitik, Gewalt, Frauen, Kirche und Religion, Kolumbien als internationaler Akteur), Wirtschaft (Bergbau, Drogenhandel, Tourismus) und schließlich aus dem Komplex Kultur, Bildung und Wissenschaft (Sprachenpolitik, zeitgenössische kolumbianische Literatur, Kino, Kunst und Narcocultura). Der Band bietet wissenschaftlich fundierte und aktuelle Informationen, die ein umfassendes Bild der verschiedenen Bereiche der kolumbianischen Lebenswirklichkeit vermitteln. Eine Chronologie der kolumbianischen Geschichte seit der Unabhängigkeit sowie ein Personen- und Sachregister schließen den Band ab und machen ihn zu einem hilfreichen Handbuch und Nachschlagewerk.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.05.2018
Tjerk Brühwiller begrüßt die Neuauflage des Bandes. Die Herausgeber Susanne Klengel, Thomas Fischer und Eduardo Pastrana Buelvas versammeln laut Rezensent mehr als dreißig Beiträge, die Wissenschaftlern, aber auch einer breiteren Leserschaft einen vielseitigen wie umfassenden Überblick über die Lebensrealität in Kolumbien heute bieten. Dass es in Kolumbien längst nicht mehr um Marxismus oder um die Landfrage geht, sondern um den Drogenhandel, lernt der Rezensent ebenso, wie er das größte historische Defizit des Landes kennenlernt: das Fehlen des Staates in weiten Teilen des Landes. Aspekte aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur werden erörtert, meint Brühwiller, und nicht zuletzt die Narco-Kultur. Auch wenn die Texte nicht besonders lebendig weil mit wissenschaftlicher Distanz verfasst sind, empfiehlt er den Band.
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