Staat der Juden, Land der Rätsel: Einerseits eine hochmoderne Gesellschaft mit einer lebensfreudigen, liberalen Kultur, geht Israel derzeit durch eine der schwersten Krisen seit seiner Gründung. Der Friedensprozess liegt auf Eis, das Land ist isoliert, im Alltag leben Juden und Araber mit wechselseitiger Verachtung nebeneinander her, und der eskalierende Kampf zwischen religiösen und säkularen Juden bedroht die Grundfesten der israelischen Gesellschaft. Ausgehend von Beobachtungen und Szenen des Alltags, eröffnet uns Carlo Strenger Einsichten in den Alltag und die Mentalität Israels.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 08.12.2011
Als eines der "wichtigsten" Israel-Bücher der letzten Zeit preist Alexandra Senfft Carlo Strengers "Einführung in ein schwieriges Land". Mit der nötigen Komplexität nehme der israelische Philosoph und Psychoanalytiker ein zerrissenes Land in den Blick, wobei er neben den historischen und politischen Aspekten eben auch psychologische Momente nicht außer Acht lasse. Bei aller Sympathie für sein Land plädiert der in der Schweiz geborene Autor aber dennoch für eine Zweistaatenlösung und mahnt universelle Menschenrechte an, so die Rezensentin zustimmend. Sie preist das Buch für seine stilistische Brillanz und vernimmt mit Strenger die "Stimme der Vernunft", die jenseits der sonst so häufig anzutreffenden "Einseitigkeit" argumentiert.
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