Herausgegeben von Hubert Glaser. Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 25.01.2011
Hans Kratzer würdigt umfangreich die editorische Großleistung dieses neunbändigen Briefwechsels Königs Ludwig I. und seines Hofarchitekten Leo von Klenze. Der bayrische König und der Architekt schrieben sich in 50 Jahren mehr als 1700 Briefe und die Leser erhalten damit detaillierten Einblick nicht nur in eine komplizierte und sich über die Jahre wandelnde Beziehung, sondern auch in politische und ethische Fragen, so der Rezensent. Insbesondere der Wechsel Ludwigs vom Regenten zum Privatmann nach seiner erzwungenen Abdankung 1848 läutet eine Veränderung des Verhältnisses zu seinem Architekten ein, mit dem eines der bedeutendsten Architekturensembles Deutschlands entstand, wie Kratzer betont. Die Briefbände stellen ein wichtiges Quellenwerk zur Geschichte des 19. Jahrhunderts dar, streicht der Rezensent heraus, der auch den Anmerkungsapparat als hervorragend lobt. Zudem sieht er "überlieferungstechnische Standards" gesetzt, die bislang bei historischen Werken eher selten seien. Eine beeindruckende "Fleißarbeit" und außerdem auch noch ein "gelungenes Beispiel für eine gemischte Wissenschaftsfinanzierung", so Kratzer sehr angetan.
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