Die Geschichte eines einfachen Mannes, Isak, der in der kargen Nordmark Norwegens ein Stück Boden urbar macht, sich einen Hof erbaut und erste Tiere hinzukauft. Nur eine Frau fehlt ihm. Aber wer will schon bei einem schwerfälligem und nicht gerade hübschen Mann in der Einöde leben? Eines Tages findet eine Frau den Weg zu seinem Hof. Sie hat zwar eine Hasenscharte und ist nicht mehr ganz jung, aber bereit, Bett, Haus und Arbeit mit Isak zu teilen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 24.10.2000
Aldo Keel scheint es sehr zu begrüßen, dass dieser Roman, für den Hamsun 1920 den Nobelpreis erhielt, nun in einer neuen Übersetzung erschienen ist. Die Übertragung durch Alken Bruns lasse frühere Versionen `recht papieren` wirken, zumal es ihm gelungen sei, gerade die Lebendigkeit der Sätzen Hamsuns zu bewahren. Keel versucht in seiner Rezension, dieses Buch gegen den Vorwurf zu verteidigen, Hamsun habe hier ein `Blut-und-Boden-Epos` geschrieben. Dafür sei das Buch viel zu `ironisch, vieldeutig und desillusionistisch`. Den Protagonisten findet er in keiner Weise heldenhaft. Vielmehr fühlt sich Keel bei dem Protagonisten Isak an einen `Komiker eines Stummfilms` erinnert. Darüber hinaus weist Keel auf zahlreiche Gegensätze in diesem Buch hin. So gebe es zwar durchaus `Identifikationsangebote`, die aber sogleich wieder sabotiert werden. Auch der Zynismus Hamsuns ist ihm aufgefallen, andererseits gibt es komische oder auch verletzliche Passagen. Aus der Tatsache, dass Hamsun prinzipiell auch eine Nähe zu faschistischen Gedanken aufwies, macht der Rezensent in seiner Besprechung keinen Hehl.
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