Aus dem Englischen von Werner Schmitz. "Ich bin ein Spion, ich bin ein Verräter, ich verliebe mich, wenn es zu spät ist", sagt Jonathan Pine, Held dieses Romans, von sich selbst. Er arbeitet als Manager in einem Zürcher Luxushotel. Dort begegnet er dem Playboy, Drogen- und Waffenhändler Roper, der mitschuldig am Tod der Frau ist, die Jonathan geliebt hat. Aus Gefühlen der Rache heraus, lässt er sich vom britischen Geheimdienst anwerben und wird auf Roper angesetzt. Er folgt ihm auf einer Odyssee rund um die Welt, und am Ende wird aus dem Jäger der Gejagte.
"Der Nachtmanager", schon vor über zehn Jahren erschienen und nun wieder auf Deutsch aufgelegt, sei eines der "besseren Bücher im Spätwerk des routinierten Spionageschriftstellers" John Le Carre, meint Kolja Mensing. Die dunklen Seiten der britischen Militärgeschichte kommen hier zum Tragen: Der Protagonist war als Armeeangehöriger in Nordirland an einem Tötungskommando beteiligt, hat verzweifelt versucht, seinen Erinnerungen zu entkommen und wird doch von der Vergangenheit wieder eingeholt. Voll des Lobes stellt der Rezensent fest, dass es Le Carre gelinge, das britische Klassensystem sowie imperialistische und nationalistische Haltungen Großbritanniens mit den "sprachlichen Mitteln eines Thrillers" zu beschreiben. Worin sich leider die Übersetzungsleistung des Buches erschöpfe, wie Mensing feststellt, der in der gleichen Rezension am Beispiel von Reginald Hills neuem Krimi schon ausgiebig über die Übersetzungsqualität in der Kriminalliteratur geschimpft hatte.
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