Rainer Rupp arbeitete in der NATO-Zentrale in Brüssel. Dort war er der wichtigste Mann der DDR-Aufklärung und damit auch Moskaus. Seine Informationen waren von existenzieller Bedeutung. Zu Beginn der 80er Jahre, auf dem Höhepunkt der Raketenkrise, gab er Entwarnung: Die NATO plane keinen Überfall auf den Osten. Der Atomkrieg fiel aus. Klaus Eichner und Rupps damaliger Führungsoffizier Karl Rehbaum haben unveröffentlichte Briefe, Selbstzeugnisse und Texte zusammengetragen, die das Bild eines überzeugten Friedenskämpfers zeigen und spannende Einblicke in die Arbeit eines militärischen Aufklärers geben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.06.2013
Die von den beiden Ex-Obristen Klaus Eichner und Karl Rehbaum zusammengetragenen Selbstzeugnisse des DDR-Spions Rainer Rupps alias Topas geben laut Helmut Müller-Enbergs nicht unbedingt dazu Anlass, auf Rupp und seine Taten stolz zu sein und dem Mann auf diese Art ein Denkmal zu setzen. Jahrhundertspion hin oder her, meint der Rezensent, der das Leben Rupps hier durchaus schlüssig aus Briefen, Artikeln und Interviews rekonstruiert findet, ferner dessen publizistisches Wirken, dem allerdings nicht so sehr nach Verklärung zu Mute zu sein scheint.
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