Peter Pfütze

Besuchszeit

Westdiplomaten in besonderer Mission
Cover: Besuchszeit
Edition Ost, Berlin 2007
ISBN 9783360010735
Kartoniert, 224 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Zwischen 1974 und 1989 besuchten etwa dreieinhalbtausendmal Vertreter Bonns in der DDR inhaftierte Landsleute. Peter Pfütze, zuletzt Abteilungsleiter in der Hauptabteilung IX des MfS, war dafür zuständig. Er nahm selbst an tausenden solcher Gespräche teil. Er kann einiges erzählen. Und er meint dies nun tun zu müssen, weil die etwa 140 Personen der Ständigen Vertretung der BRD, die in dieser Mission tätig wurden, sich unverändert darüber ausschweigen.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 28.04.2007

Etwas unübersichtlich fällt das Urteil von Rezensent Dietmar Jochum zu diesem Buch des ehemaligen Stasi-Offiziers Peter Pfütze. Dieser berichtet darin von seiner Tätigkeit, die darin bestand, zwischen 1974 und 1989 Begegnungen westlicher Diplomaten mit Häftlingen der DDR-Staatssicherheit zu beaufsichtigen. Laut Hauptmann Pfütze lief dabei alles korrekt ab. Die Begegnungen hätten stets in einem Besuchszimmer mit Teppich und Couchgarnitur stattgefunden. Doch seien die Begegnungen trotzdem nicht immer ganz durch die Stasi kontrollierbar gewesen zu sein. Der Rezensent hält sich mit Meinung sehr zurück. Nur zwischen den Zeilen meint man mitunter ein gewisses Misstrauen dem Autor und seinen Schilderungen gegenüber zu spüren. Freilich hätte er auch nichts gegen Besucherräume mit Couch einzuwenden, in dem das Wachpersonal Kaffee für die Häftlinge kocht.
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