Keisai Eisen, Utagawa Hiroshige

Die neunundsechzig Stationen des Kisokaido

Cover: Die neunundsechzig Stationen des Kisokaido
Taschen Verlag, Köln 2017
ISBN 9783836539388
Gebunden, 234 Seiten, 100,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Andreas Marks und Rhiannon Paget. Japanische Bindung in einer Box, Karton mit Tragegriff. Der Kisokaidō durch Japan wurde Anfang des 17. Jahrhunderts vom damaligen Herrscher Tokugawa Ieyasu angelegt. Auf dem mühsamen Weg von Edo (dem heutigen Tokio) nach Kyoto ließ er in regelmäßigen Abständen Rastplätze einrichten, an denen Gasthäuser, Läden und Restaurants den erschöpften Reisenden Kost und Logis boten. Im Jahre 1835 erhielt der anerkannte Holzschnitzer Keisai Eisen den Auftrag, die Reise auf der Kiso-Straße in einer Reihe von Schnitten abzubilden. Nachdem er 24 Holzschnitte fertiggestellt hatte, wurde Eisen durch Utagawa Hiroshige abgelöst, der die Reihe von 70 Holzschnitten schließlich 1843 vollendete.
Sowohl Eisen als auch Hiroshige waren renommierte Holzschnittkünstler. In Kiso Kaidō Rokujukyu-tsugi lassen beide ihre charakteristische Handschrift erkennen, ohne dabei den harmonischen Gesamteindruck zu verraten. Von der belebten Ausgangsstation Nihonbashi bis zur Festungsstadt Iwamurata wählte Eisen in seinen Bildern gedecktere Farben, zeichnet sich jedoch durch die Darstellung von Personen - vor allem glamourösen Frauen - aus und schwelgt in Momentaufnahmen des Treibens entlang der Strecke, vom Beschlagen eines Pferdes bis zum Fegen von Reis. Hiroshige demonstriert mit atmosphärischen Szenen, wie souverän er die Landschaftsdarstellung beherrscht, von den friedvollen Ufern des Ota bis zum Furcht einflößenden Wada-Pass und einem Aufstieg zwischen Yawata und Mochizuki im Mondschein.
Die Sammlung "Die neunundsechzig Stationen des Kisokaidō" stellt nicht nur einen Höhepunkt der Holzschnittkunst dar - mit kühnen Kompositionen und experimentellem Einsatz von Farbe -, sondern bildet auch einen reizvollen Bildteppich vom Japan des 19. Jahrhunderts, lange bevor die Industrialisierung über das Reich der aufgehenden Sonne hereinbrach.

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