Klappentext

Aus dem Englischen und mit einem Nachwort von Uwe Walter.  In der späten Eisenzeit war Rom eine kleine Ansammlung von Hütten auf einigen Hügeln am Tiber. Im 3. Jahrhundert v. Chr. war es bereits eine große and mächtige Stadt mit monumentalen Tempeln und öffentlichen Gebäuden. Rom hatte ganz Italien erobert, schickte sich an, ein Weltreich zu errichten. Aber wie und mit welchen Mitteln gelang den Römern diese weltgeschichtlich bedeutsame Leistung? Wie verwandelte sich eine Ansammlung von Dörfern in eine Weltstadt? Kathryn Lomas schildert die Geschichte und Entwicklung Roms von den mythischen Anfängen bis zu dem Beginn der Kriege mit Karthago, zeigt, wie die Römer ihre Herrschaft errichteten und wie sie Italien sich unterwarfen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.10.2019

Rezensent Andreas Kilb liest mit Interesse diese frührömische Geschichte, in der die britische Historikerin Kathryn Lomas den Ursprung der späteren Weltmacht auf Kriegersippen zurückführt, die sich auf den sieben Hügeln der Stadt niedergelassen hatten. Servius Tullius etwa, den sechsten König Roms, identifiziert die Autorin als etruskischen Warlord Mastarna. Durchaus fasziniert verfolgt der Rezensent, wie sich aus einem Beutekollektiv das römische Gemeinwesen herausbildete und wie aus Kriegsherren Konsuln, Prätoren und Quästoren wurden, die ihre Macht zu teilen lernten. Allerdings hätte sich Kilb bei der Darstellung der Ständekämpfe mehr analytische Schärfe gewünscht, und vielleicht auch mehr Sinn für die Dialektik im jahrhundertelangen Prozess der Staatsbildung.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.10.2019

Der hier rezensierende Althistoriker Stefan Rebenich ist begeistert von Kathryn Lomas' Monografie, in der die Althistorikerin die Aufstiegsgeschichte Roms nachzeichnet. Dabei schlägt Lomas, so der Rezensent, einen anderen Weg ein als die bisherige Forschung zum Thema, indem sie die Geschichte der Stadt im Kontext ganz Italiens komparatistisch zu fassen versucht. Der Rezensent findet es außerdem sinnvoll, dass Lomas sich nicht auf die Geburt der "res republica" im Jahre 509 v. Chr. versteife und sich stattdessen verstärkt auf die Ursprünge und die Frühgeschichte der Stadt konzentriere. Auch Lomas' abschließende Positionierung zu einigen Kontroversen hat den Rezensenten überzeugt. Er verweist außerdem auf die gelungene Übersetzung und das Nachwort von Uwe Walter, der selbst auch vom Fach und laut Rebenich ein "glänzender Stilist" ist. Insgesamt ein "großer Wurf", dem der Rezensent viele Leser wünscht, schließt er.
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