Kathrin Passig, Aleks Scholz, Kai Schreiber

Das neue Lexikon des Unwissens

Worauf es bisher keine Antwort gibt
Cover: Das neue Lexikon des Unwissens
Rowohlt Berlin Verlag, Berlin 2011
ISBN 9783871346989
Gebunden, 300 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Wir wissen, wie es in Atomkernen zugeht, wir können vorhersagen, was in Milliarden von Jahren mit der Sonne geschehen wird, und der genetische Code des Menschen ist weitgehend entschlüsselt. Man könnte meinen, die Wissenschaft habe keine echten Geheimnisse mehr zu bieten. Ist unsere Welt nicht allmählich komplett erforscht, alles vermessen und geklärt? Von wegen. Es gibt erstaunlich viele weiße Flecken auf der Landkarte des menschlichen Wissens. Ob im Alltag, in der Tiefsee oder am Rande des Universums, wir stehen vor lauter ungelösten Rätseln: Wieso ist die rechte Hirnhälfte für die linke Körperhälfte zuständig? Warum haben Männer Brustwarzen? Kann man Erdbeben vorhersagen? Wie viel wiegt ein Kilogramm? Wozu macht das Meer Geräusche und womit? Woher kommt der Lärm im All? Wieso kriegt der Zitteraal nicht selbst einen Schlag? Sind Naturkonstanten überhaupt konstant?

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 09.02.2012

Nichts geht über solides Unwissen, zumal wenn es so kundig aufbereitet ist wie in diesem Buch, das ein bereits 2007 erschienenes "Lexikon des Unwissens" vorteilhaft ergänzt, findet Rezensent Chris Köver. Aus dem Ozean des Unwissens wurden die Perlen nach dem Kriterium der Unterhaltsamkeit gefischt, berichtet er weiter. Er hat sich dann gleich eingehend mit den Themen "Brüste", "weiblicher Organsmus" und "Außerirdisches Leben" befasst und kann nur bestätigen, dass das Ausmaß unseres Unwissen nach präziser Recherche akkurat umrissen wurde.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 27.12.2011

Till Briegleb begrüßt einen weiteren Band von Kathrin Passigs, Aleks Scholz' und Kai Schreibers "Lexikon des Unwissens" als wunderbare "Schule der Skepsis" und als höchst unterhaltsame Zerstörung von scheinbaren Gewissheiten. Der ironisch-entspannte Tonfall der drei Autoren, mit dem sie auch komplizierte naturwissenschaftliche Zusammenhänge vor dem Leser auszubreiten vermögen, nimmt den Rezensenten ebenso ein wie die "gutgelaunte Ignoranz", die angesichts allzu kleinkarierter Nachfragen an den Tag gelegt wird.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.10.2011

Dies ist mal ein Buch, das dem Leser Unwissen beschert und trotzdem lesenswert ist. Findet Ernst Horst, der sich von den drei Autoren gern erklären lässt, warum ein Kilogramm gar nicht so sicher auch ein Kilogramm ist, oder was es mit Frauenbrüsten auf sich hat. Aha, macht der Rezensent gleich mehrmals beim Lesen, wenn auch nicht alle der 30 alphabetisch geordneten Miniaturen ihm aufregend erscheinen. Lesenswert sind sie alle allemal, versichert er und hofft auf einen weiteren  Band des Lexikons des Unwissens. In dem, so Horst, dürften dann gern auch ein paar weniger physikalische und astronomische ungelöste Probleme verhandelt werden und dafür mehr archäologische, linguistische, historische und kunstgeschichtliche beispielsweise.