Aus dem Amerikanischen von Elisabeth Liebl . Die inspirierenden Memoiren von Katalin Karikó, Nobelpreisträgerin für Physiologie oder Medizin 2023, deren jahrzehntelange mRNA-Forschung zu den COVID-19-Impfstoffen führte. Katalin Karikó hat eine ungewöhnliche Reise hinter sich. Als Tochter eines Metzgers im kommunistischen Ungarn der Nachkriegszeit wuchs sie in einem Lehmhaus ohne fließendes Wasser auf. Sie sah die Wunder der Natur überall um sich herum und war bald fest entschlossen, Wissenschaftlerin zu werden. Diese Entschlossenheit brachte sie schließlich in die Vereinigten Staaten, wo sie 1985 mit 1200 Dollar, die sie in den Teddybär ihrer Tochter eingenäht hatte, und dem Traum, die Medizin zu revolutionieren, ankam. Karikós drei Jahrzehnte währende Erforschung der mRNA führte zu einem überwältigenden Erfolg: Impfstoffe, die Millionen von Menschen vor den schlimmsten Folgen von COVID-19 schützten. "Durchbruch" ist nicht nur die Geschichte einer außergewöhnlichen Frau. Es ist auch eine Anklage an engstirniges Denken und ein Zeugnis für das Engagement einer Frau in einer von Prestige, Macht und Privilegien geprägten Männerwelt.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 13.09.2024
Rezensent Michael Lange liest sich richtig fest in dem Buch der Mainzer Biochemikerin Katalin Karko. Der keinesweg leichte Weg der Wissenschaftlerin zum Nobelpreis für Medizin scheint ihm außergewöhnlich zu sein. Wie es einer kompromisslosen Forscherin mit sehr eigenen Vorstellungen im Wissenschaftsbetrieb ergeht, beschreibt die Autorin laut Lange plastisch und ehrlich und ohne langweilige Floskeln oder Name-Dropping. Darüber hinaus erfährt der Leser natürlich auch etwas aus dem Maschinenraum der Wissenschaft und über Boten-RNA, freut sich Lange.
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