Karl Scheffler

Stilmeierei oder Neue Baukunst

Ein Panorama Berliner Architektur
Cover: Stilmeierei oder Neue Baukunst
Transit Buchverlag, Berlin 2010
ISBN 9783887472467
Gebunden, 144 Seiten, 14,80 EUR

Klappentext

"Man kann jedes Verhältnis zu Berlin gewinnen, nur lieben kann man diese Stadt nicht", schrieb Karl Scheffler 1910. Einfühlsam und polemisch zugleich hat er ein Literatenleben lang der Physiognomie jener Stadt nachgespürt, die er zu seiner "Arbeitsheimat" erkoren hatte. Die rauschhafte Entwicklung der Provinzmetropole zur Millionenstadt, die Kaiser Wilhelm II. mit gewaltigem Aufwand zur "schönsten Stadt der Welt" machen wollte, kommentierte Scheffler immer wieder mit einer ordentlichen und kenntnisreichen Portion Sarkasmus. Dabei war er alles andere als ein Gegner der Großstadt. Energisch forderte Scheffler eine dem technischen Zeitalter angemessene Architektur und Stadtplanung, wie er sie bei modernen Architekten wie Alfred Messel, Peter Behrens oder August Endell verwirklicht sah. Als einer der ersten entdeckte er auch den ästhetischen Reiz von Industrie- und Verkehrsbauten. Dieses Buch versammelt weitgehend unbekannte Texte zur Berliner Architektur aus vier Jahrzehnten.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.09.2010

Die von Andreas Zeising herausgegebenen Architekturkritiken Karl Schefflers hält Jens Bisky nicht nur für historisch interessant. Bisky geht auch heute noch mit dem Scheffler durch Berlin und lässt sich die Architektur erklären. Sehr gern auch, weil der Band so liebevoll gestaltet ist und in die Jackentasche passt. Dass Zeising nicht chronologisch vorgeht, sondern in Auswahl und Anordnung der Texte dem Weg von der Hofkunst zur Moderne und zum Neuen Berlin a la Schlüter und Schinkel folgt, empfindet Bisky zwar als Glättung der Verhältnisse im Scheffler'schen Werk. Die Konturen des großen Kritikers vermag er so allerdings besser zu erkennen.
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