Karl Marx

Vom Selbstmord

Neuer ISP Verlag, Köln 2001
ISBN 9783899001006
Gebunden, 118 Seiten, 16,50 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Eric A. Plaut und Kevin Anderson. Mit einem Vorwort von Michael Löwy.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.02.2002

Jens Bisky bespricht zwei Bücher mit Texten von Karl Marx und Friedrich Engels aus ihren "journalistischen Zeiten": Karl Marx' "Vom Selbstmord" (Neuer ISP-Verlag) und "Werke, Artikel, Entwürfe", Band 14 der MEGA (Akademie Verlag). Bei Bücher, so der Rezensent überzeugt, geben den historisch Interessierten tiefe Einblicke in gesellschaftliche und politische Entwicklungen des 19. Jahrhunderts, die sie an anderer Stelle so nicht gewinnen könnten.
Seine Schrift über den Selbstmord hatte Karl Marx 1846 in einem Auszug in dem in Elberfeld erschienenen Magazin "Gesellschaftsspiegel" veröffentlicht, in der Absicht, die Hintergründe für eine ganze Reihe von Suiziden vor allem junger Frauen in Paris aufzuzeigen, die er den Memoiren des Archivars der Pariser Polizeipräfektur, Jacques Peuchet, entnommen hatte, berichtet der Rezensent. Die Abhandlung ist denn auch, meint Bisky, ein "leidenschaftlicher Protest gegen das Patriarchat", die nun endlich wieder auf Deutsch "sorgfältig kommentiert und gedeutet" vorliege. Der "gallig-humane" und "aggressiv-erklärende" Stil dieser Schrift deckt sich mit dem, was Marx zu jener Zeit sonst noch schrieb, meint der Rezensent, schränkt aber ein, dass sich die in der "Gelegenheitsarbeit" zum Ausdruck gebrachten Gedanken auch in anderen Schriften des großen Denkers finden würden.
Lesen Sie die Rezension bei buecher.de