Weit über 100 geschriebene und auf denkbar einfallsreiche Weise illustrierte Briefe aus mehreren Jahrhunderten, dazu kommen Postkarten, Faxe und E-Mails, hat Jutta Bauer in diesem Hausbuch versammelt: Familienbriefe und Kinderbriefe aus aller Welt, Reisebriefe aus fernen Ländern, Liebesbriefe über große Gefühle, Alltagsbriefe zu profanen und philosophischen Themen, aber auch fiktive Briefe wie der des kleinen Maulwurfs, der sich selber einen Brief schreibt, weil ihm ja sonst keiner schreibt.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 09.10.2003
Reinhard Osteroth findet diesen Band mit ausgewählten Briefen von Autoren wie Goethe und Napoleon oder auch von Unbekannten aus der Gegenwart so richtig zum "Schmökern" geeignet. Denn die Auswahl durch die Herausgeberin und Illustratorin ist "einnehmend zwanglos und spontan", also nach rein subjektiven Maßstäben erfolgt, teilt der Rezensent mit, und das findet er im Großen und Ganzen auch gut so. Ihm gefällt die Mischung aus Illustrationen, Brieffaksimiles und kleinen Porträts der Briefeschreiber, die einen schönen Einblick in die Geschichte der "Briefkultur" gibt. Die "schönsten" und "schlimmsten" Briefe des ganzen Buches, so Osteroth sind Abschiedsbriefen von NS-Häftlingen. Nur von der Privatkorrespondenz der Autorin enthält der Band zuviel, kritisiert der Rezensent. Illustratoren schicken sich "halt laufend so herrliche Kleinigkeiten", meint Osterot, aber man will nicht unbedingt allzu viele davon lesen.
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