Mit Illustrationen von Jutta Bauer. Wie jedes Jahr verbringt Philip die Ferien im PalmenClub. Dort ist es herrlich. Und er sieht Anuka wieder! Doch die elfjährige muss jeden Tag früh aufstehen, ihre Brüder wecken und zur Arbeit gehen. Denn sie gehört zu denen, die Urlaubern wie Philips Familie ihre Ferien erst so angenehm machen. Jetzt ist aber ihr kleiner Bruder Stefane krank und Anuka ist hin- und hergerissen zwischen ihrer Arbeit, bei der sie pünktlich zu erscheinen hat, und dem fiebernden Stefane. Als dann auch noch Valencia, die ihr hilft, ihre Arbeit verliert, ist klar: Das lassen sich die Kinder nicht gefallen! Ein Buch über Armut und Ungerechtigkeit - aber auch darüber, was Freundschaft und Solidarität bewirken können.
Für Matthias Heine ist Annette Pehnts "Alle für Anuka" ein wunderbares Beispiel dafür, dass sich Kinderbücher seit Achtundsechzig noch einmal gehörig weiterentwickelt haben. Die Autorin kriegt es hin, eine Geschichte über einen dicklichen, mäßig wohlhabenden weißen Jungen und ein fleißig arbeitendes schwarzes Mädchen zu schreiben, ohne Klischees zu bedienen oder den moralischen Zeigefinger zu heben, lobt der Rezensent. Der Junge, Philip, macht mit seinen Eltern Kluburlaub in Nordafrika, Anuka, das Mädchen, arbeitet im Hotel, um ihre beiden Brüder über die Runden zu bringen, fasst Heine zusammen. Die beiden dürfen sich zusammenraufen und Abenteuer erleben, vor dem Hintergrund einer unangestrengt ungeschönten Realität, deren Beurteilung Pehnt dankenswerterweise den Kindern diesseits und jenseits der Seiten überlässt, freut sich der Rezensent.
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