Mit 60 Abbildungen. Der Architekturkritiker Jürgen Tietz hat die bauliche Entwicklung Berlins auf ihrem Weg zur deutschen Hauptstadt kritisch und facettenreich begleitet. Gemäß seinem besonderen Anliegen liegt der Schwerpunkt seiner Texte auf der Forderung nach einem behutsamen Umgang mit der historischen Bausubstanz.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 21.10.2000
Der Rezensent mit dem Kürzel "ces." zeigt sich in seiner knappen Besprechung sehr angetan von den gesammelten Beiträgen des Kunsthistorikers und Architekturkritikers, die sich mit der städtebaulichen Wandlung Berlins in den letzten zehn Jahren beschäftigen. Der Rezensent bezeichnet es als "besonderes Verdienst" des Autors, dass er sich nicht nur mit den "publikumswirksamen Highlights" wie Reichstag-Umbau und Nachbau des Hotels Adlon, sondern auch mit weniger beachteten Architekturdenkmälern der Nachkriegszeit wie der Schlossstraße befasst, die ein trauriges Schattendasein führen. Der Rezensent hebt lobend hervor, dass die Texte besonders für die Architektur der siebziger Jahre, die derzeit "zur Disposition" steht, eine "Diskussionsgrundlage" schafft, die die Abrisswut bremsen könnte.
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