Jürgen Neffe

Mehr als wir sind

Roman
Cover: Mehr als wir sind
C. Bertelsmann Verlag, München 2014
ISBN 9783570102053
Gebunden, 416 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Der weltfremde Chemielaborant Janush Coppki ist Anfang des 21. Jahrhunderts auf der Suche nach der Weltformel des Lebens. Dabei entdeckt er ein Elixier, durch das Menschen nicht mehr schlafen müssen. Das Mittel steigert Kreativität, Ausdauer, Zuversicht und Libido. Doch wer es einmal nimmt, ist schnell davon abhängig. Coppkis Wachdroge verbreitet sich bald über die ganze Welt. Und diese gerät zusehends aus den Fugen.
Jahrzehnte später, als es kaum noch handschriftliche Zeugnisse gibt, stößt ein Biograf auf die Spur des unbekannten Entdeckers. Da fast nichts von seinem Helden erhalten ist, muss er dessen Leben mit Hilfe einer Gruppe von Lebenslaufdeutern imaginieren. Diese mischt sich immer wieder in die Handlung ein und jongliert lustvoll mit allen Möglichkeiten.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.03.2015

Christoph Schröder ist sich da nicht immer sicher bei Lesen von Jürgen Neffes Roman. Als Wissenschaftsautor kann ihn Neffe überzeugen, als Romancier greift er dem Rezensenten etwas zu tief in die Kiste mit aufgeblasenen Formulierungen und den komplizierten Erzählformen. Wozu den Erzähler zwischen der ersten und der dritten Person wechseln lassen? Dem Rezensenten erscheint das überkomplex, schließlich, meint er, kommt am Ende eine kulturkritische Geschichte über den Erfinder eines Elixiers heraus, das den Schlaf ersetzt und somit allerhand utopische Möglichkeiten eröffnet.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 01.10.2014

Jürgen Neffe hat nicht nur ausgezeichnete Biografien über Albert Einstein und Charles Darwin geschrieben, er ist auch selbst Naturwissenschaftler, erzählt Rezensentin Elisabeth von Thadden. Jetzt hat er einen Roman geschrieben, der eher von seinem Thema als von literarischer Kunstfertigkeit getragen wird, berichtet die Rezensentin. In "Mehr als wir sind" entwirft Neffe eine Dystopie, in der ein albtraumgeplagter Chemiker eine Droge entwickelt hat, die den Schlaf überflüssig macht, so von Thadden. Die Erfindung führt zwar zu einem weltweiten Wirtschaftswunder, aber auch zum "Schreckensbild einer schlaflosen Welt", fasst die Rezensentin zusammen. Den Biografen hat Neffe dabei nicht ganz abschütteln können: der Erzähler des Romans, Neffe nicht unähnlich, schreibt im Buch die Biografie des Chemikers, verrät von Thadden.
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