Klappentext

Unsere Politiker beschwören den Frieden und betreiben den Krieg: Deutschland ist der weltweit drittgrößte Waffenexporteur und schreckt vor Lieferungen an verbrecherische Regime und Diktatoren nicht zurück. Jürgen Grässlin deckt auf, wer die Profiteure dieser Kriegswirtschaft sind, er nennt Industrieunternehmen beim Namen, er zeigt, wer in der Politik die Exporte genehmigt und wie die Banken das alles finanzieren. Hochbrisante Fakten, profund recherchiert ein Augenöffner, wie tief unser Land in die globale Tötungsmaschinerie verstrickt ist.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 18.06.2013

Der Friedensaktivist und Rüstungsexperte Jürgen Grässlin hat ein "Schwarzbuch im besten Sinne" geschrieben, berichtet Wigbert Benz: sein "Schwarzbuch Waffenhandel" enthält umfangreiches, gut recherchiertes und sorgsam aufbereitetes Material über die Akteure und Profiteure der deutschen Rüstungsindustrie, lobt der Rezensent. Bei all den humanistischen Parolen der verantwortlichen Politiker jeder Couleur und den angeblich ach so restriktiven Exportgesetzen, erscheint es Benz eine "wundersame Quadratur des Kreises", dass Deutschland dennoch auf Platz drei der Weltrangliste aller waffenexportierenden Staaten landen konnte, doch Grässlins Buch hält Antworten bereit, verspricht der Rezensent.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 04.06.2013

Jürgen Grässlin ist durch und durch Pazifist, gerade erst hat er mit seiner Klage gegen die Rüstungsschmiede Heckler & Koch eine Debatte um illegitime Waffenlieferungen nach Mexiko in Gang gebracht, weiß Wolf-Dieter Vogel. Wer die Kräfte hinter diesem und vergleichbaren Geschäften kennen lernen möchte, dem legt der Rezensent die Lektüre von Grässlins "Schwarzbuch Waffenhandel" wärmstens ans Herz. Auf knapp siebenhundert Seiten erklärt der Aktivist, wie "Politiker aller Couleur" zwecks Sicherheits- und Profitinteressen der Rüstungsindustrie das Wort reden, berichtet Vogel, der sich höchstens eine differenziertere Diskussion über Verantwortung zu Interventionen gewünscht hätte, um vollends zufrieden zu sein. Trotzdem, meint er, Grässlins Buch schreit förmlich Standardwerk.