Mit einem Vorwort von Kofi Annan. In den Jahren als Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (1987-1999) wurde Cornelio Sommaruga in der internationalen Öffentlichkeit und Diplomatie als leidenschaftlicher Verfechter der Menschlichkeit und des Völkerrechts bekannt. In diesen Gesprächen zeichnet er seinen Werdegang als in Rom aufgewachsener Schweizer zum Wirtschaftsdiplomaten und zum Präsidenten des IKRK. Die Einheit der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung, die Achtung der Genfer Konventionen und der Zugang der Rotkreuz-Delegierten zu den Kriegsschauplätzen und Gefängnissen dieser Welt sind die Herausforderungen, denen sich Sommaruga gestellt hat und aus deren Bewältigung er wertvolle Lehren zieht.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 05.02.2005
Durchaus interessiert zeigt sich Anette Bingemer an den Gesprächen Jürg Bischoffs mit Cornelio Sommaruga, der von 1986 bis 1999 als Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz fungierte. Sie würdigt den IKRK-Präsidenten, der viele Verbesserungen für das IKRK erreichte, für seinen "engagierten und rechtschaffenen Einsatz" im Dienste der Menschlichkeit. In den Gesprächen mit dem NZZ-Auslandredaktor und ehemaligen IKRK-Mitarbeiter Jürg Bischoff schildere Sommaruga nicht nur seine Arbeit an der Spitze der Organisation, sondern auch seinen Lebensweg insgesamt. Bingemer berichtet von den verschiedenen Stationen in Sommarugas Karriere. Sie hebt hervor, dass Sommaruga dank seiner vorherigen Tätigkeit in der multilateralen Wirtschaftsdiplomatie wusste, wie wichtig Statusfragen und Signale auf dem internationalen Parkett sind. Dass er die geeignete Persönlichkeit war, "klar zu machen, dass das IKRK in der Weltpolitik die zentrale Instanz für die Wahrung der Menschlichkeit im Krieg ist" (Sommaruga) und also diesen "Völkerrechtsauftrag" auch durchzusetzen und zu bewahren habe, steht für die Rezensentin außer Frage.
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