Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.04.2004
Zwar fehlt es insgesamt an kritischer Distanz, doch gibt Peter Meier-Bergfelds "Volk, begnadet für das Schöne?" manchen Aufschluss über "Mentalität und Eigenart" der Österreicher, befindet Franz-Josef Kos, auch über ihr Verhältnis zu den deutschen Nachbarn; so etwa, wenn eine Davis-Cup-Begegnung unversehens zu einer "Revanche für Königgrätz" umgedeutet werde. Überhaupt gebe es bei allen Spannungen eine große Nähe zwischen den Staaten, das zeige schon ein Blick auf das Bildungssystem. Meier-Bergfeld bedauert allerdings, so Kos, dass diese Nähe durch den "Zwang der EU-Bestimmungen" noch vergrößert wird, dass sich die Alpenrepublik "immer mehr dem nördlichen Nachbarn angleichen" müsse. Der ehemalige Österreich-Korrespondent des "Rheinischen Merkur" versteht vor allem in seinen Reiseschilderungen zu überzeugen, die jedesmal auch historische Exkursionen darstellen, lobt Kos.
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