Mit Essays von Fritz Göttler und Hans Schmid. Herausgegeben von Michael Farin. Aus dem Französischen von Karl Stransky. Die schöne Severine - mit dem Chirurgen Pierre verheiratet - scheint glücklich zu sein. Sexuelle Erfüllung aber bleibt ihr in der Ehe versagt. Eine Krankheit setzt ihre unbewussten Wünsche frei. Von da ab überlässt sie sich, voller Lust und auch Ekel, ihren quälenden erotischen Träumen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 18.12.2004
Anlass zum Lob sieht der mit "rox" zeichnende Rezensent vor allem in der Tatsache, dass mit der Neuauflage von Joseph Kessels Roman "Belle de Jour" die literarische Vorlage von Luis Bunuels bekannter Verfilmung - mit einer von "quälenden erotischen Träumen" gepeinigten Severine (alias Catherine Deneuve) - ins Gedächtnis zurückgerufen wird. Ebenfalls gelobt werden die beiden "luziden" Essays, die dem Roman angefügt sind: Fritz Göttlers "Fundsachen für Severine", in dem Göttler laut Rezensent ein Puppenheim und ein Haiku-Kästchen ins Spiel bringt, und Hans Schmids "Woran denkst du?". Dies ist jedoch eine Frage, so der Rezensent, auf die Severine nicht recht antworten will.
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