Hermann Kretzschmar

John Cages STUFEN / Zur Zeit - revisited -

2 Hörstücke von Hermann Kretzschmar. 1 CD
Cover: John Cages STUFEN / Zur Zeit - revisited -
Belleville Verlag, München 2017
ISBN 9783943157314
CD, 20,00 EUR

Klappentext

1 CD. Der Lauf des Lebens als sprachmusikalischer Versuch: Hermann Hesses Gedicht "Stufen" handelt vom Gehen und Vergehen eines Lebens. 1989, zur privaten Feier des 65. Geburtstages des Verlegers Siegfried Unseld, hat es John Cage mit seiner Mesostic-Technik für Sprecher musikalisiert. Die unbekannte Partitur wurde erstmalig 2002 von Hermann Kretzschmar in einer Radiosendung des Hessischen Rundfunks ausgestrahlt. Kretzschmar erweiterte dabei die offene Struktur des Werkes über eine neue Klangkonzeption zu einer kompositorischen Interpretation, in der Lebenssprache und -geräusche ihre Korrespondenz finden. Als O-Ton und eingebettet in die Klänge seiner New Yorker Wohnung ist Cage selbst zu hören in Kretzschmars Hörstück "Zur Zeit", eine Hommage an die Klangkonzeption und das Strukturbewusstsein dieses Künstlers. 

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.05.2017

Rezensentin Anja Hirsch empfiehlt die CD mit 2 Hörstücken von Hermann Kretzschmar, respektive Kretzschmars Bearbeitung von John Cages "Stufen"-Stück auf ein Gedicht von Hesse. Auch wenn nur noch das Sprachmaterial von Cage stammt, wie Hirsch anmerkt, hat es die CD in sich. Kretzschmars Hommage gelingt laut Rezensentin unter anderem, da der Macher das Field-Recording gut beherrscht, Klangkunst aus Geräuschen zaubert und Zufall zulässt, der die Hörerin auf Abwege leitet. Das gilt auch für das zweite enthaltene Hörstück. Hirsch möchte es jedem konzertierten "Schrabben" von Cage-Interpreten vorziehen.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.03.2017

Rezensent Florian Welle rekapituliert die Geschichte von John Cages Bearbeitung von Hermann Hesses Gedicht "Stufen". Hermann Kretzschmars auf Cages Arbeit basierende Radiokomposition mit vier Sprechern, die laut Welle nun dank Michael Farin als CD zu haben ist, übt auf den Rezensenten einen unwiderstehlichen Sog aus, nicht zuletzt, da die Sprecher mit ihren Stimmen und der Betonung spielerisch umgehen, wie Welle feststellt. So wird jedes Wort zu Klang, meint er. Ein ebenfalls auf der CD enthaltenes weiteres Hörstück von Kretschmar zum Thema Zeit besticht laut Welle durch unterschiedlichste zu einer Soundlandschaft montierte O-Töne.
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