Am 22. April 1956 wurde im Sowjetischen Sektor Berlins, scheinbar zufällig, vom KGB einer der gewagtesten und abenteuerlichsten Spionageakte des Kalten Krieges aufgedeckt: Operation Stopwatch / Gold. Ein achthundert Meter langer Tunnel, in dem die Amerikaner neun Monate lang sowjetische Aktivitäten abgehört hatten. In der folgenden Propagandaschlacht des KGB wurde nicht nur der CIA, sondern Amerika weltweit als "Verlierer" im Kampf der Geheimdienste und Systeme vorgeführt. Dass die Geschichte ein bisschen anders verlaufen ist, und welche Rolle der britische Geheimdienst MI6 dabei spielte, das deckt David Stafford in dieser überaus spannenden Chronik einer "Mission Impossible" auf.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 15.05.2004
Volker Foertsch ist beeindruckt von der Art, in der sich David Stafford in diesem Buch mit einer der kuriosesten Episoden des Kalten Krieges auseinandergesetzt hat - dem Bau eines Tunnels in Berlin durch amerikanischen CIA und britischen SIS, um die Sowjets abzuhören, die ihrerseits aber über den Tunnel informiert waren. Stafford habe sich zur Aufarbeitung dieser Begebenheit "in kompetenter Weise" auf Unterlagen der britischen und amerikanischen Regierungen sowie des SWR, der KGB-Nachfolgerin, gestützt, habe zudem Gespräche mit damals Beteiligten ausgewertet und sich kritisch mit der Literatur zum Thema auseinander gesetzt.
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