Aus dem Schwedischen von Wibke Kuhn. Die aberwitzige Geschichte der jungen Afrikanerin Nombeko, die zwar nicht lesen kann, aber ein Rechengenie ist, fast zufällig bei der Konstruktion nuklearer Sprengköpfe mithilft und nebenbei Verhandlungen mit den Mächtigen der Welt führt. Nach einem besonders brisanten Geschäft setzt sie sich nach Schweden ab, wo ihr die große Liebe begegnet. Das bringt nicht nur ihr eigenes Leben, sondern gleich die gesamte Weltpolitik durcheinander.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 30.11.2013
Mit einiger Enttäuschung hat Rezensentin Kristina Maidt-Zinke Jonas Jonassons lange erwarteten neuen Roman "Die Analphabetin, die rechnen konnte" gelesen. Zwar entdeckt sie die ein oder andere Ähnlichkeit mit dem hochgelobten Vorgängerroman, muss zugleich aber auch feststellen, dass das neue Werk einige Schwächen aufweist. Sie folgt hier dem schwarzen Mädchen Nombeko, das aus den Slums von Soweto dank ihres Rechentalentes erst zur Chefin einer Latrinenwerkstatt, später zur wissenschaftlichen Hilfskraft eines Mannes, der am südafrikanischen Atomwaffenprogramm arbeitet, wird und nach einem Zwischenstopp in Schweden, mit einer Atomwaffe im Gepäck, zur schwedischen Botschafterin in Südafrika aufsteigt. Zwar amüsiert sich die Rezensentin bestens über Jonassons "Pipi-Langstrumpf-Humor", insgesamt erscheint ihr der Roman aber doch zu slapstickhaft und auch zu langweilig. Dem nächsten Roman wünscht sie dementsprechend dringend: neue Einfälle.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 28.11.2013
Jonas Jonassons neuer Roman ist sehr, sehr absurd, aber ebenso unterhaltsam, findet Laura Louise Brunner. In "Die Analphabetin, die rechnen konnte" wird eine vierzehnjährige südafrikanische Latrinentonnenträgerin von einem Ingenieur angefahren, anschließend angestellt und schließlich an der Herstellung von sechs - versehentlich sogar sieben - Atombomben beteiligt, die der Premierminister bei ihm bestellt hatte, fasst die Rezensentin zusammen. Irgendwie landet die siebte Bombe dann in Skandinavien, das unfreiwillig zu Atommacht wird. Ein kluger, äußerst vergnüglicher Roman, verspricht Brunner.
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