Lotta Lotass

Dritte Fluggeschwindigkeit

Roman
Cover: Dritte Fluggeschwindigkeit
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2006
ISBN 9783518458099
Taschenbuch, 216 Seiten, 9,00 EUR

Klappentext

Aus dem Schwedischen von Sabine Neumann. Erreicht ein Raumschiff die dritte Fluggeschwindigkeit von 16,6 km/Sekunde, kann es das Sonnensystem verlassen und weiterfliegen zu anderen Welten. Vom sowjetischen "Kosmodrom" Baikanur startet 1961 die erste bemannte Raumkapsel ins All. An Bord: Juri Gagarin, Held Nr. 11.175 der Sowjetunion. Einfühlsam und sehr poetisch verknüpft Lotta Lotass Mythen und Fakten zu einem Roman über den großen Pionier der Raumfahrt. Sie erzählt von seiner Kindheit in der Kälte Sibiriens, von der Besessenheit des jungen Kosmonauten, von den Sehnsüchten und Träumen, von Schrecken und Angst des Auserwählten...

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 13.06.2007

"Wundersam" und manchmal auch "wunderbar" findet Thomas Fechner-Smarsly den Roman Lotta Lotass' über Juri Gagarin, der als barfüßiger Junge im Altai-Gebirge seinen Anfang, um dann erst die "Schwerkraft seines Dorfes" und schließlich der Erde der zu überwinden. Der Roman der schwedischen Autorin ist dabei keine Biografie des Kosmonauten, obwohl es zunächst diesen Anschein hat, wie der Rezensent erläutert. Vielmehr stellt der Roman das Motiv der geografischen, aber auch der sozialen und technologischen Distanz und ihrer Überwindung in den Vordergrund, wie der Rezensent zusammenfasst. Thomas Fechner-Smarsly begeistert sich dafür, wie es der Autorin gelingt, ein dichtes Gewebe unterschiedlicher Tonlagen und verschiedener Perspektiven zu entwickeln, die zwischen objektivem Bericht, persönlichem Traumtext und Erinnerungen oszillieren und den Leser selbst zum Reisenden werden lassen. Der Rezensent begreift Lotass' Roman lobend als "Allegorie auf die immerwährende Suche" des Menschen. Seine Unbegreiflichkeit, schließt Thomas Fechner-Smarsly, sei so Eigenschaft des Themas selbst.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 13.06.2007

"Wundersam" und manchmal auch "wunderbar" findet Thomas Fechner-Smarsly den Roman Lotta Lotass' über Juri Gagarin, der als barfüßiger Junge im Altai-Gebirge seinen Anfang nahm, um dann erst die "Schwerkraft seines Dorfes" und schließlich der Erde zu überwinden. Der Roman der schwedischen Autorin ist dabei keine Biografie des Kosmonauten, obwohl es zunächst diesen Anschein hat, wie der Rezensent erläutert. Vielmehr stellt der Roman das Motiv der geografischen, aber auch der sozialen und technologischen Distanz und ihrer Überwindung in den Vordergrund, wie der Rezensent zusammenfasst. Thomas Fechner-Smarsly begeistert sich dafür, wie es der Autorin gelingt, ein dichtes Gewebe unterschiedlicher Tonlagen und verschiedener Perspektiven zu entwickeln, die zwischen objektivem Bericht, persönlichem Traumtext und Erinnerungen oszillieren und den Leser selbst zum Reisenden werden lassen. Der Rezensent begreift Lotass' Roman lobend als "Allegorie auf die immerwährende Suche" des Menschen. Seine Unbegreiflichkeit, schließt Thomas Fechner-Smarsly, sei so Eigenschaft des Themas selbst.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 13.01.2007

Der Rezensent Christoph Schröder ist zunächst etwas ambivalent in seiner Beurteilung dieses Romans der schwedischen Autorin Lotta Lotass, um dann aber doch zu einem recht positiven Fazit zu kommen. Immerhin werde man als Leser dieses Romans über den Astronauten Juri Gagarin "mit einem seltenen Licht belohnt". Trotzdem findet Schröder ihren pathetischen Stil der begeisterten Überhebung an einigen Stellen etwas gewöhnungsbedürftig. Ein Geschichtsroman ist das jedenfalls gewiss nicht. Auch, dass die Autorin laufend zwischen der ersten und der dritte Person wechselt empfindet der Rezensent als "ermüdend". Seiner Meinung ist Lotass oft knapp davor, den "sprachlichen Boden ein wenig zu lange zu verlassen". Doch offensichtlich geht ihr gewagter Ansatz auf - auch für Schröder, seinem positiven Fazit nach zu urteilen.
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