Schwimmen ist eine besondere Kunst: Es ist nicht nur ein Sport oder eine erlernbare Bewegungstechnik, um sich vor dem Ertrinken zu retten, es ist auch das unmittelbarste Erlebnis vom Wasser und seiner Wandelbarkeit. John von Düffel, Autor und Langstreckenschwimmer, erzählt von den vielfältigen Berührungen des Schwimmers mit seinem Element, von seinem Ausgesetztsein, seinen Triumphen und seiner Verlorenheit. Immer wieder mischen sich im Wassser Sehnsucht und Angst, immer wieder verbinden sich auf den weiten, offenen Strecken Schönheit und Gefährlichkeit im Zusammenspiel von Wasser und Bewegung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.07.2000
Glaubt man Michael Groß - immerhin eine Kapazität mit zwei Goldmedaillen - so ist John von Düffel mit seiner Philosophie über das Schwimmen reichlich baden gegangen. Zu oberflächlich, lautet das Fazit des Rezensenten, der sich über so manche Behauptung des Autors wundert. So bezweifelt Groß, dass zum Schwimmen `erster Ordnung` das Alleinsein gehört und fragt sich, was wohl die Hobbyschwimmer dazu sagen würden, die "gemütlich schwätzend ihre Bahnen ziehen". Die Aspekte, die Groß an dem Buch nur unzureichend beleuchtet sieht, erläutert er in kurzer Form daher selbst und betont vor allem das Kathartische beim Schwimmen: das Nachdenken, die "intensive Auseinandersetzung mit sich selbst", die möglich ist, wenn der Körper sich anstrengen muss und dabei "quasi abgelenkt wird". Auch dass der Autor lediglich das Kraulen als taugliche Methode betrachtet, `sich in einer anderen Welt` zu bewegen, gefällt Groß nicht. Denn wenn man nur durch das Kraulen `Teil dieser Wasserwelt` werden könne, wäre es seiner Ansicht nach konsequent, stattdessen gleich mit dem Tauchen anzufangen.
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