Aus dem Amerikanischen von Bettina Vestring. Es geht um die Überlebensfrage schlechthin: Wie kann der Frieden in Europa dauerhaft gesichert werden? Die vorliegende Analyse dreier herausragender Sicherheitsexperten führt uns die enormen Herausforderungen vor Augen, denen sich Europa und seine Verbündeten stellen müssen. Nach einer umfassenden Bestandsaufnahme präsentieren die Autoren ihre radikale Vision einer europäischen Verteidigungsstrategie: ein neuartiges atlantisches Bündnis, flankiert von innovativen strategischen Kooperationen zwischen Staat und Privatwirtschaft mit dem Ziel, eine E-Force als hochtechnisierte europäische Armee aufzubauen. Klar ist: Cyber-Krieg, Hybrid-Krieg und "Hyperwar" sind reale Bedrohungen - und für die Europäer ist es höchste Zeit, sehr viel mehr für die eigene Verteidigung tun.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 05.04.2022
Rezensentin Nana Brink annonciert ein hochaktuelles, wenn auch sehr amerikanisches Buch mit dieser Analyse der drei Sicherheitsexperten Julian Lindley-French, John R. Allen und Frederik Ben Hodges. Das Buch, im Original bereits 2021 erschienen und den Krieg gegen die Ukraine natürlich noch nicht aufgreifend, bietet der Kritikerin dennoch geradezu "gespenstisch hellsichtige" Analysen der gegenwärtigen Weltlage. Zunächst entwerfen die Autoren ein Hollywood-Katastrophenszenario, so Brink: Im Jahr 2029 wütet ein Virus, das Europa und die USA lahmlegt, China und Russland aber verschont, die beiden Supermächte nutzen die Chance, um den Rest der Welt anzugreifen, resümiert die Kritikerin. In Folge legen ihr die Autoren dar, wie stark die Sicherheit Europas von den USA abhängt. Deshalb sollten die Europäer selbst eine "einsatzfähige Streitmacht" aufstellen, fordern die Experten wenig neu - aber sie liefern auch eine exakte Handlungsanleitung für eine starke Nato, die auch in einem "Hyperkrieg" bestehen könne, liest die Rezensentin.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 28.03.2022
Der Historiker Florian Keisinger holt sich wichtige Denkanstöße zu einer neuen westlichen Sicherheitsarchitektur bei John Lindley-French, John R. Allen und Frederick Ben Hodges. Die Expertise der Autoren sieht er in ihrer akademischen wie militärischen Herkunft. Das gesamteuopäische Sicherheitskonzept, das die Autoren vorstellen und das auf einer signifikant stärkeren europäischen Verteidigungskompetenz unter Nato- und US-Führung basiert, scheint ihm der veränderten Situation angemessen. Der im Buch analysierte "Hyperkrieg" zwischen Autokratie und Demokratie hat unter anderem Investitionen in KI und Nanotechnologien nötig, erkennt der Rezensent.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 04.03.2022
Für den Rezensenten Thomas Speckmann gibt es kein aktuelleres Buch als das der drei Militärs John R. Allen, Frederick Ben Hodges und Julian Lindley-French zur Sicherheitsarchitektur Europas, ihrem Zustand, ihrer Bedrohung und ihrem notwendigen Ausbau. Die Expertise der Autoren kommen dem Buch laut Speckmann sehr zugute, sodass es als eine "Bedienungsanleitung" für eine zukunftsfähige NATO mit einer starken Rolle der Europäer taugt, wie er findet.
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