Aus dem Englischen von Andreas Jandl. Seinen Kopf einfrieren und später auf einen gesunden Körper transplantieren? Travis hätte nie damit gerechnet, dass diese absurde Idee Realität werden könnte. Seine Einwilligung gab er, weil er Leukämie hatte - und nichts zu verlieren. Nun ist er nach fünf Jahren tatsächlich "wieder da". Doch er findet sein altes Leben nicht mehr. Sein Zimmer sieht anders aus. Seine Eltern scheinen ihm etwas zu verheimlichen. Und das Mädchen, das er liebt, hat sich mit einem anderen verlobt. Travis muss lernen, mit der Vergangenheit abzuschließen und neu anzufangen. Nur sind solche Dinge leichter gesagt als getan.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.03.2015
In der Hoffnung auf den medizinischen Fortschritt lässt sich der todkranke Teenager Travis einfrieren und hat, als er fünf Jahre später wieder aufgetaut wird, alle Mühe, sich in sein neues Leben einzufinden, fasst Siggi Seuss die Handlung zusammen. Dieser etwas Science-Fiction-mäßige Rahmen sorgt für den Rezensenten dafür, dass das aus der Coming-of-Age-Literatur sattsam bekannte Motiv des In-der-Welt-Zurechtfindens eines überforderten Heranwachsenden von John Carey Whaley "überaus spannend und wahrhaftig" neu erzählt wird. Dass der Autor seinen Helden mit "leicht sarkastischem Witz und einer Brise hoffnungsschimmernder Selbstironie" ausstattet, trägt, wie auch die gelungene Übersetzung durch Andreas Jandl, zum Lektürevergnügen bei, meint Seuss.
Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters Motte wird sie von ihrem Vater genannt. Eigentlich hat sie sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen,… Angelika Klüssendorf: Trost 2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Christine Wunnicke: Wachs Schauplatz ist Frankreich im 18. Jahrhundert, das vorrevolutionäre und das überaus revolutionäre. Und es lieben sich zwei Frauen, die verschiedener nicht sein könnten: Marie…