Aus dem Englischen von Christa Schuenke. Auf einer einsamen Insel in der irischen See hat er Unterschlupf gefunden. Wegen Mordes saß er im Gefängnis und ist nun nach zehn Jahren begnadigt. Er ist ein Kunstexperte und arbeitet als Ghostwriter für den einst renommierten Kunsthistoriker Kreutznaer, der an einem großen Werk über einen niederländischen Maler arbeitet und mit seinem Faktotum Lux in einem düsteren Haus wohnt. Das heikle Zusammenleben der drei Männer wird durcheinander gewirbelt, als vor der Insel ein Boot mit äußerst merkwürdigen Ausflüglern strandet. Sie bleiben einen Tag auf der Insel und im Haus, bringen Schatten aus der Vergangenheit mit, aber auch Heiterkeit, Komik. In burlesken Szenen verschwimmen zunehmend die Identitäten, vermischt sich wie immer bei Banville die Welt der Bilder mit der Realität.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.06.2000
Gerhard Schulz gibt sich in seiner Besprechung des Romans als eingefleischter Banville-Fan zu erkennen. Auch der mittlere Band der "Mördertrilogie" - der erste und der zweite Teil liegen bereits in deutscher Übersetzung vor - begeistert ihn. Allerdings, so gibt der Rezensent zu, müsse sich der Leser auf die "verführerische Sprachmagie" des Autors einlassen um auf seine Kosten zu kommen. Denn wer eine stringente Handlung erwarte, werde enttäuscht, der Roman bleibe rätselhaft und biete kaum Deutungen an. Schulz gerät in ausuferndes Schwärmen, wenn es um die Sprache Banvilles geht: "Hinreißend, wundervoll, unangestrengt, sprachmächtig" - das sind die Attribute mit denen er den Text beschreibt. Und so mache es zwar Spaß, die ganzen Anspielungen an die Weltliteratur zu entschlüsseln, die im Roman verstreut seien, doch der eigentliche Reiz liegt für Schulz im "Konzert der Bilder".
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