Johann-Günther König

Finanzkriminalität

Geldwäsche, Insidergeschäfte, Spekulation
Cover: Finanzkriminalität
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2003
ISBN 9783518122730
Taschenbuch, 140 Seiten, 10,00 EUR

Klappentext

Seit dem 11. September 2001 ist die Bekämpfung der Geldwäsche wieder vernehmlich auf die Agenda der Politik zurückgekehrt, denn Terrorgruppen müssen ständig Geld transferieren und nutzen ausgeklügelte Geldwäschesysteme - die im Zusammenhang mit den Terroranschlägen vermuteten Insider- bzw. Spekulationsgeschäfte an den Weltbörsen zeigen dies nur zu deutlich. Doch in einer Welt, in der Hawala-Bankiers ohne Konten und Belege ebenso erfolgreich operieren wie "seriöse" Offshore-Banken, die - in Steueroasen angesiedelt - den Finanzkapitalisten eine exterritoriale freie Marktzone ohne offizielle Gesetze oder Bestimmungen bieten, dürfte der Versuch, global wirksame Kontrollen und Regeln einzuführen, keine leichte Aufgabe sein. Wie demokratische Gesellschaften gegen die Finanzkriminalität angehen können, ist eine der Fragen, die dieses Buch zu beantworten sucht.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.02.2003

Ein Buch über Finanzkriminalität sei prinzipiell, so "ra", eine prima Idee - schließlich sei das Thema besonders seit dem 11. Septembers 2001 und den Spekulationen über Geschäfte informierter Insider ins öffentliche Interesse gerückt. Allerdings findet der Rezensent Königs Abhandlung misslungen: zu langatmig, zu kleinteilig, zu wenig Erkenntnisse. Anstatt eine ausgewogene und aktuelle Analyse zu liefern, sei das Buch "eine Art Mini-Diplomarbeit über Finanzkriminalität", urteilt der Rezensent und vermutet, dass König zu viel Sekundärliteratur gelesen und zu wenige Experten tatsächlich befragt hat. Außerdem macht er ihm den Vorwurf, "einseitig argumentiert" zu haben und erregt sich über seine Agitation gegen Weltbank und IWF. "Kenner der Materie", so "ra", "sollten das Werk im Regal der Buchhandlung stehen lassen."
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