Moises Naim

Das Schwarzbuch des globalisierten Verbrechens

Drogen, Waffen, Menschenhandel, Geldwäsche, Markenpiraterie
Cover: Das Schwarzbuch des globalisierten Verbrechens
Piper Verlag, München 2005
ISBN 9783492047906
Gebunden, 406 Seiten, 22,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Thomas Pfeiffer und Helmut Dierlamm. Der religiöse Fundamentalismus gilt heute als weltweit größte Bedrohung. Doch in Wahrheit kämpfen wir an einer ganz anderen Front: Moises Naims Report zeigt die existenzielle Gefahr, die uns durch das global vernetzte Verbrechen erwächst. Er zeigt, wie sich im Schatten der internationalen Großkonzerne illegale Industrien herausgebildet haben, die die traditionellen Felder des organisierten Verbrechens besetzen und neue "Märkte" schaffen. Waffengeschäfte, Drogendealing, Menschenhandel, Raub geistigen Eigentums und Geldwäsche sind die verlängerten Arme dieser globalen "Mafia", die aus kalter Profitgier Gewalt nährt, politische Stabilität unterwandert und Terrorismus fördert. Moises Naim erklärt nicht nur, wie präzise, effizient und tödlich die Netzwerke im Rückenwind der Globalisierung arbeiten, er sagt auch, was wir tun müssen, um den Krieg gegen diese neue Form der Kriminalität noch gewinnen zu können.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 09.03.2006

Der Chefredakteur des angesehenen Washingtoner Monatshefts "Foreign Policy" hat ein akribisch recherchiertes Buch über die Schattenseiten der globalisierten Wirtschaft geschrieben, informiert Josef Joffe. Aus unterschiedlicher Perspektive und anhand eines umfangreichen Themenspektrums, das vom Waffenhandel über Geldwäsche und Formen des modernen Sklavenhandels reicht, untersuche Moises Naim, wie illegaler Reichtum zustande kommt und im internationalen Geldtransfer wieder legalisiert wird. Als eine der wichtigsten Ursachen und Voraussetzungen sieht er das Ausnutzen der Preisdifferenzen, die sogenannte "Arbitrage", wie sie beispielsweise durch das Kopieren von Softwareprogrammen oder das Fälschen von Markenprodukten entstehe. Der Autor mahne, so Rezensent Joffe, diese  Schattenwirtschaft,  rigider zu ahnden, immerhin gehe es um einen Umfang von 800 Milliarden bis zwei Billionen Dollar. Naim empfiehlt eine gezieltere staatliche Überwachung bestimmter Produkte etwa durch Mikrochips, biometrische Ausweise und Handys mit GPS-Software.

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