Ausgewählt und mit einem Nachwort von Klaus Schaller. Scharfsinnig und witzig schildert Comenius die Welt seiner Zeit, seine poetische Sprache beschönigt nichts. Seine Vision, wie die Menschen ihre Dinge regeln sollten, wurzelt im protestantischen Glauben, an dem er unbeirrt festhielt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 22.12.2004
Alena Wagnerova empfiehlt mit Nachdruck die Entdeckung des literarischen Werkes des Urvaters der Erziehungswissenschaft. Denn Johann Amos Comenius war nicht nur Pädagoge, sondern auch ein Vertreter des "böhmischen literarischen Barock", und das vorliegende Stück - sein "bestes und auch bekanntestes" - zeigt ihn als einen Denker der Zeitenwende. Comenius, schreibt die Rezensentin, hielt den Menschen "als Ebenbild Gottes für gut und erziehbar", zugleich offenbare "Das Labyrinth der Welt" die "Nähe zu den mittelalterlichen moralischen Allegorien". Der Held, der "Wanderer", will seinen Beruf und seinen Platz im Leben finden, doch auf seiner Suche stößt er zunächst nirgendwo auf den guten und rechten Ort, sondern auf Unrecht und Enttäuschung - bis ihm eine Stimme den Weg zu ihm selbst weist. Ein "Vorläufer des Entwicklungsromans", schreibt Wagnerova, nur noch ohne Entwicklung und Psychologie.
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