Johannes Calvin (1509-1564) hat Luthers Reformation so erfolgreich weitergeführt wie kein anderer. Durch sein Wirken konnte sie sich über Genf hinaus in Westeuropa und vor allem in Nordamerika ausbreiten. Doch bis heute ist der strenge Jurist und Theologe hoch umstritten. War er ein geistlicher Diktator oder einer der wichtigsten Gestalter der westlichen Zivilisation? Christoph Strohm zeichnet knapp und anschaulich die entscheidenden Stationen seines Lebens und Wirkens nach und macht deutlich, warum Calvin bis heute die Gemüter erregt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.07.2009
Mit viel Lob bedenkt Stephan Speicher diesen schmalen Band über Leben und Werk Johannes Calvins, den Christoph Strohm vorgelegt hat. Das mit kaum mehr als 120 Seiten kürzeste Buch unter den Neuerscheinungen zum 500. Geburtstag des umstrittenen Reformators hat ihn rundum überzeugt. Er schätzt die sehr klare Darstellung von Calvins Theologie und Kirchenordnung sowie der profanhistorischen Situation und der theologischen Konfliktlage der Zeit. Auch über den inneren Widerspruch Calvins hat er darin einiges erfahren. Sein Resümee über das Buch: "Alles ist knapp und präzise; dicht, ohne zur Stopfwurst zu werden".
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 10.06.2009
Gleich vier Bücher über Johannes Calvin, die jetzt zu dessen 500. Geburtstag erschienen sind, hat sich Caroline Schnyder vorgenommen. Sowohl in Christoph Strohms als auch in Peter Opitz' gleichermaßen durch "zurückhaltendes Wohlwollen" geprägte Biografie erkennt sie vor allem ein Interesse an den theologischen Hintergründen. Während Strohm jedoch Calvin als "französischen Reformator schlechthin" charakterisiert, der in Frankreich auf breite Resonanz stieß, wird er bei Opitz "fast schon zum Schweizer", der als Genfer Reformator als Hauptgegner der Lutheraner gesehen wurde, erklärt Schnyder. Insbesondere diese Biografie lobt sie für ihre fundierten Kenntnisse und die klare Sprache.
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