Der Mainzer Frühdemokrat und Theologe Felix Anton Blau, geboren 1754 in Walldürn im Odenwald, will die Ideale der Französischen Revolution mit Religion und Moral vereinen. Der "sanfte Jakobiner" und einflussreiche Vertreter der Mainzer Republik jedoch wird Opfer herrschaftlicher Gewalt. Blau stirbt, geschwächt von Misshandlung und Haft, im Jahr 1798. Jörg Schweigard schildert Leben und Wirken des Politikers und Gelehrten Felix Anton Blau, der konsequent für den Aufbruch zur Moderne eintrat.
Benedikt Erenz begrüßt, dass mit dieser Lebensbeschreibung des Theologen und Philosophen Felix Anton Blau von Historiker Jörg Schweigard auch mal ein unbekannterer Protagonist der kurzlebigen Mainzer Republik von 1792 in den Blickpunkt gerät. Der Rezensent lobt die Studie als herausragendes Werk, in dem Blau als "früher Befreiungstheologe" mit stark von Kants Philosophie geprägten Überzeugungen charakterisiert wird. In Schweigards Biografie wird ein überaus bewegtes Leben beleuchtet und zudem ein Schlaglicht auf ein spannendes Kapitel der Aufklärung geworfen, preist Erenz.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…