Jochen Schimmang

Altes Zollhaus, Staatsgrenze West

Roman
Cover: Altes Zollhaus, Staatsgrenze West
Edition Nautilus, Hamburg 2017
ISBN 9783960540359
Gebunden, 192 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Der geschasste Bonner Politikberater Gregor Korff hat sich abgefunden mit den Umwälzungen in seinem Leben, und er profitiert sogar davon: Eine Episode aus seiner Vergangenheit hat ihm in Form eines Bestsellerromans ein recht beachtliches Vermögen eingebracht, und so ist er heute, in den 2010er Jahren, Besitzer eines ehemaligen Zollhauses an der niederländischen Grenze, wo er zurückgezogen lebt. Lange Zeit ist ein pensionierter Zöllner sein einziger Kontakt, dann aber kommt frischer Wind in sein Leben: Er lernt einen enttarnten 'Landesverräter' kennen; zwei serbische Kinder besuchen ihn auf der Durchreise; übers Kino tritt er in Kontakt mit zwei jungen Leuten aus der nahen niederrheinischen Kleinstadt, und ein Freund aus Gregors aktiven Tagen stattet ihm einen Besuch ab. Der "alte Spinner vom Zollhaus" wird nach und nach wieder vergesellschaftet. Gregor Korff ist definitiv nicht auf der Höhe der Zeit, und eben dieser Abstand schärft seinen Blick.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.03.2017

Burkhard Müller würde dem Autor gerne verzeihen, dass in seinem Roman Banker ergriffen über Schafe weinen. So recht will es ihm allerdings nicht gelingen. Jochen Schimmangs neues Buch über einen pensionierten politischen Berater der alten Bonner Republik scheint ihm nah am Kitsch gebaut. Ob der einzelgängerische Held mit seinen Nachbarn über Zoll und Grenzen, über Träume oder Arno Schmidt plaudert, bleibt dem Rezensenten reichlich egal. Die Leichtigkeit und Gelassenheit eines Alterswerks würde Müller dem Text ja gerne attestieren. Allein das Absichtslose der Begegnungen im Text scheint ihm doch allzu bemüht in Szene gesetzt und auf Rührung zu zielen.
Lesen Sie die Rezension bei buecher.de
Stichwörter