Aufgezeichnet von Gudrun Schmid. Er war einer der einflussreichsten und zugleich polarisierendsten Kirchenmänner seiner Zeit: Kardinal Joachim Meisner hat die Kirche und Deutschland wie wenige geprägt. Vor seinem Tod hat er seine Erfahrungen und Erlebnisse niederschreiben lassen und das Manuskript noch selbst bearbeitet. Entstanden ist ein Buch, das den Leser entführt in turbulente Zeiten, nach Schlesien und in den Krieg, auf die Flucht und in das Leben im Berlin der DDR, schließlich nach Köln als Kardinal und natürlich auch immer wieder nach Rom. Meisner erzählt mit Verve und großer Offenheit und lässt den Leser teilhaben an Geschichte wie auch an Gefühlen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 31.07.2020
Rezensent Joachim Frank steht den Erinnerungen, die der frühere Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner der Journalistin Gudrun Meißner erzählt hat, zwiegespalten gegenüber. Zwar bewundert er Meisners Standhaftigkeit in der DDR, seine frei von der Leber erzählte Bewunderung für Menschen, die sein Leben bereichert haben, wobei das laut Frank bei Weitem nicht nur bekannte Persönlichkeiten sind, und seinen unerschütterlichen Glauben. Aber Meisners Ablehnung gegenüber liberalen Theologen und sein Beharren auf überkommenen katholischen Idealen kann er nach wie vor nur rückständig finden.
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