Jesus Diaz

Die Dolmetscherin

Roman
Cover: Die Dolmetscherin
Piper Verlag, München 2003
ISBN 9783492044158
Gebunden, 253 Seiten, 18,90 EUR

Klappentext

Aus dem Spanischen von Astrid Böhringer. Als der Kubaner Barbaro zum ersten Mal in die eisblauen Augen seiner Dolmetscherin Nadeshda blickt, verliebt er sich hemmungslos in deren kühle und ätherische Schönheit. Von Irkutsk aus reisen sie entlang der im Bau befindlichen Baikal-Amur-Magistrale, über die Barbaro für eine kubanische Zeitung berichten soll. Im ewigen Eis zu überleben und Nadeshda zu erobern, wird ihm bald schon zur Obsession. Aber diese Liebe trennen Welten: Nadeshda lebt gefangen in der sowjetischen Realität an der Seite eines gebrochenen Ehemanns und versucht verzweifelt, Barbaros Sinnlichkeit zu widerstehen. Als sie dem Verlangen nachgeben, kommt es zur Katastrophe...

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 14.01.2004

Der vierte und letzte Roman des 2002 verstorbenen Jesus Diaz gehört nicht gerade zu den Glanzleistungen des systemkritischen Exilkubaners, urteilt Georg Sütterlin. Darin geht es um einen Journalisten, der mit dem Auftrag, eine Reportage zu schreiben, ins kalte Russland geschickt wird und doch nur einen Wunsch hat: "Endlich einmal mit einer Frau zu schlafen". Der Stil der "Dolmetscherin" erinnert unseren Rezensenten an "die deprimierenden Kitsch-Schwarten einer Isabel Allende" Die sinnlichen Szenen seien "dürftig und peinlich". Da ihm "jegliches erzählerische Feuer" fehlt, scheut er sich auch nicht, uns gleich das Ende dieses "Groschenromans" zu verraten.
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