Jens Soentgen

Selbstdenken!

20 Praktiken der Philosophie
Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2003
ISBN 9783872949431
Gebunden, 224 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Mit Ilustrationen von Nadia Budde. Bücher über Philosophen und Philosophien haben es in den letzten Jahren in die Bestsellerlisten geschafft. So erfreulich diese Mode ist, so einseitig ist sie doch. Die populäre Literatur informiert nämlich nur darüber, was dieser oder jener Philosoph gedacht hat. Das Philosphieren selbst bleibt im Dunkeln. Wie es aber funktioniert, wie es das kreative, eigenständige Denken fördert, zeigt Jens Soentgen ganz anschaulich in "Selbstdenken!". Er führt die populärsten und wirkungsvollsten Praktiken des Philosophierens vor, nicht abstrakt, sondern wie ein unterhaltsames Spiel - verbunden mit der Einladung, mitzuspielen.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 31.01.2004

Dieses Buch ist eine Einführung in die Philosophie, aber eine der anderen Art. Und zwar der allerbesten, wie die Rezensentin Angelika Ohland betont. Hier werde nicht mühsam und konventionell Philosophiegeschichte aufgearbeitet, sondern anhand von philosophischen "Techniken" wie "Provozieren, Kombinieren, Parodieren, Präzisieren" zum selber denken verführt. Besonders reizvoll findet es Ohland, dass Jens Soentgen mühelos Anschlüsse an die Gegenwart findet und so auch die nicht vorgebildeten Leser anspricht. Gedacht ist der Band für junge Erwachsene - lesenswert, so unsere Rezensentin, sei er für jedermann. So ist das Buch nicht weniger als ein "kleiner Geniestreich", lobt Ohland.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 27.11.2003

An Jens Soentgens Buch, sowohl "Werkzeugkiste für das Selbstdenken" wie "alternative Philosophiegeschichte", hat Jörg Lau nur das etwas "schwache" Schlusswort zu bemängeln. Ansonsten ermögliche dieses "elegante kleine Buch" anhand von zwanzig bewährten Praktiken wie Demontage, Parodie oder Provokation, eine Vielzahl von Einblicken in die "philosophischen Denk-Werkstätten". Soentgen hat eine "Korrektur des Selbstbildes" der Philosophie im Sinne, bemerkt der beeindruckte Rezensent, zudem sei das ganze noch in einem so angenehmen, "bemerkenswert klaren, jargonfreien und humorvollen" Stil verfasst, dass unser Rezensent den eigenen verpassten Möglichkeiten für den Philosophie-Leistungskurs nachtrauert. Lobend erwähnt er auch noch die "hübschen ironischen Illustrationen" von Nadia Budde.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 08.11.2003

Nichts leichter als selber Denken, so die Devise dieses Buches, einer Einführung ins Philosophieren. So einfach nämlich geht es, erklärt der upj. zeichnende Rezensent: "Sage mir deinen Gedanken, und ich mache daraus einen zweiten, mit dem du nicht gerechnet hast." Demonstriert wird das in zwanzig Kapiteln, die unterschiedliche Techniken und Praktiken vorführen, die man zum Denken braucht, vom Parodieren und Kombinieren bis zur argumentativen Umkehrung, die an Frank Zappa vorgeführt wird, der einem Moderator einst die Ansicht, seine langen Haare machten ihn zum Mädchen, mit der Erwiderung vergalt, dessen Holzbein mache ihn zum Tisch. Nun ja. Dem Rezensenten jedenfalls hat's gefallen.
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