Aus dem Französischen von Constance Lotz. Scharfsinnig und mit Humor charakterisiert der französische Erzähler und Essayist Jean Paulhan die Schweiz, wie er sie während seiner Reise im Juli 1945 kennenlernte. Seine teils kritische, teils augenzwinkernde Auseinandersetzung mit den Schweizern und deren Beziehung zu ihrem Land, seine Beschreibung der Architektur und der Landschaft ist eine spannende Analyse, die an Aktualität nichts verloren hat. Der erstmals in deutscher Sprache erscheinende Text wird ergänzt mit Fotografien von Günther Förg.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.01.2002
Hans-Peter Kunisch bespricht das Buch des in Deutschland vor allem als "Literatur-Organisator" bekannten Jean Paulhan, der leicht erkennbar als Ich-Erzähler in seinem Roman auftritt. Er berichte zugleich entzückt und spöttisch über seine "Reise in den Luxus der Normalität" (das Buch war erstmals 1947 erschienen), stellt der Rezensent fest. Diese Reise sei als "quasi-ethnologisches Unternehmen" zu verstehen, bei der der Autor seinen Blick nicht nur auf das fremde Land richte sondern gleichzeitig auch auf Frankreich, wodurch das Buch einen Einblick in die Schweiz und das Frankreich der Nachkriegszeit und auch in die Gedankenwelt des Autors ermögliche.
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