Mit einem Vorwort von Albert Camus. Aus dem Französischen von Jean O. Ohlenburg und Maguy Ohlenburg Boyer. Mit den "Inseln" erscheint in einer überarbeiteten und erweiterten Ausgabe ein zentrales Werk von Jean Grenier. " Die Inseln" sind eine Anthologie von philosophischen Essays, in denen Grenier der grotesken, tragischen Lebenswelt mit humorvoller Finesse begegnet. Mit einem satirischen Erzählduktus wandert Grenier von einer Lebensinsel zu anderen, vom Lebensanfang bis zum Lebensende. Seine skeptisch-pessimistische Grundeinstellung sucht im Tierwesen des Katers Mouloud und des Hundes Taiaut eine Naturverbundenheit, die eine symbolische Bedeutung für den Menschen bekommt. Mit der symbolischen Einheit der Mensch-zu-Tierperspektive meditiert Jean Grenier eine Einheit mit dem Tier, welche die Einsamkeit in der gemeinsamen Lebenswelt besser ertragen lässt. In den Essays wird spürbar, wie der Mensch in einer abweisenden, paradoxen, absurd erscheinenden Lebenswelt aus Abgeschiedenheit und Zurückgezogenheit Selbstvertrautheit und Antworten auf existentielle Fragen gewinnen kann.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 10.11.2015
Raoul Schrott kann sich nicht einkriegen vor lauter Glück über diese neu durchgesehene Ausgabe von Jean Greniers Buch, das er für eines der schönsten überhaupt hält. Schrott findet allerdings, dass sich der Herausgeber und Übersetzer mit eigenen Gedanken in den Text dränge, weswegen er schließlich das französische Original empfiehlt, um dieses unbekannte Werk kennenzulernen. Wozu Schrott eindringlich rät. Denn poetisch genau ist diese Prosa, mediterran licht das Denken des Autors, versichert der Rezensent, der hier stilistische Verwandtschaft zu Senancour und Montaigne erkennt oder zu Ponge und dessen gleichfalls "im Uneigentlichen aufgehenden Ich".
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