Aus dem Englischen übersetzt und kommentiert von Alexander Pechmann. Ein Bruderzwist gipfelt in einem Showdown auf hoher See, ein Kapitän erzwingt die Treue seiner dem Untergang geweihten Mannschaft, ein sterbenskranker Mann erträumt sich einen Heldentod im Kampf mit Piraten, und ein verliebtes Schiff verweigert seiner Besatzung den Dienst. Wer geglaubt hat, gutes literarisches Seemannsgarn sei nur von Autoren wie Jack London, Joseph Conrad und Rudyard Kipling gesponnen wroden, der hat sich gründlich getäuscht: Elinor Mordaunts maritime Erzählungen, die zwischen 1912 und 1934 erschienen, sind äußerst kenntnisreich, wenn es um das Leben (und Sterben) auf den sieben Weltmeeren geht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.05.2025
Rezensent Tobias Döring freut sich, dank Alexander Pechmanns Übersetzung mit den maritimen Abenteuergeschichten von Elinor Mordaunt in See stechen zu können: Die Autorin hatte selbst ein ziemlich abenteuerliches Leben, von dem sie große Teil auf den Meeren dieser Welt zugebracht hat, das fließt in den "Bildteppich der See" ein, den sie hier entwirft, meint er. Die Zeitgenossin von Joseph Conrad und Rudyard Kipling erlebt ihre Abenteuer in der Zeit, in der das britische Empire seine größte Ausdehnung hatte - das besondere für Döring ist, dass sie sie eben aus einer weiblichen Sicht heraus erlebt hat. Der Kritiker lobt die atmosphärische Dichte zwischen dunklen Stürmen, Seegespenstern und "Kalmen", Zeiten der Windstille, und freut sich über diese klug übersetzten und spannenden Abenteuergeschichten.
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