Wie Technologie an unsere Gehirnstrukturen andockt Rund um die Welt kombinieren Firmen und Forschende künstliche Intelligenz mit Erkenntnissen aus der Hirnforschung. Ihr Ziel: den Code unseres Denkens zu knacken und zu verstehen, was in uns vorgeht. Schon bald werden ihre Technologien in viele Bereiche unseres Lebens vordringen. Das birgt enorme Chancen, aber auch nie dagewesene Risiken. In seiner Reportage, die ihn von Berlin in den Süden Indiens und bis ans Ende der digitalen Welt in Patagonien führt, enthüllt Janosch Delcker, was da gerade hinter verschlossenen Türen entsteht - und liefert eine Anleitung, wie wir mit den smarten Andwendungen sinnvoll umgehen können. ChatGPT und Co. sind erst der Anfang: Zunehmend drängt schon die nächste Generation künstlicher Intelligenz auf den Markt. Die Programme analysieren, was wir denken und fühlen. Sie sind in der Lage, das Leiden kranker Menschen zu lindern und unser Leben zu erleichtern. Aber sie machen unsere Gedankenwelt auch verwundbarer denn je und können für abscheuliche Zwecke missbraucht werden. Trotzdem ist ihr Aufstieg der breiten Öffentlichkeit bisher verborgen geblieben. Janosch Delckers Buch bringt Licht ins Dunkel: Er erklärt anschaulich, was man wissen sollte. Er entwirft Leitlinien für kluge Regeln, um unsere Grundrechte zu schützen. Und er gibt praktische Tipps für den Alltag, wie wir die KI von heute und morgen nachhaltig nutzen können - ohne die Kontrolle über unser Denken zu verlieren.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 19.09.2024
Erschreckend, was Janosch Delcker in diesem Buch über KI-Technologie zu berichten weiß, die Gedanken lesen können soll, schaudert es Rezensentin Vera Linß. Einige Beispiele, die bei Delcker auftauchen, sind nicht unbedingt neu, gesteht sie ein, Emotionserkennung etwa oder sexuelle Übergriffe in virtuellen Realitäten, die der Autor teilweise auch in Gesprächen mit Aktivisten rekonstruiert. Wirklich mulmig wird der Rezensentin jedoch, wenn das Buch sich anschließend Versuchen widmet, technologisch direkt auf Gedanken zuzugreifen. Geschehen soll das vermittels Gehirn-Computer-Schnittstellen, deren Entwicklung bereits erstaunlich weit gediehen ist. In allernächster Zukunft werden wir von solchen Geräten noch nicht gepeinigt werden, stellt Linß klar, dennoch sollte man, wie auch Delcker ausführt, bereits jetzt über Abwehrstrategien nachdenken, eventuell in Form von Neuro-Rechten, die Gedanken schützt und übergriffige Technologie in ihre Schranken weist, überlegt die zum Nachdenken angeregte Rezensentin.
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