Janet Lewis

Die Frau, die liebte

Roman
Cover: Die Frau, die liebte
dtv, München 2018
ISBN 9783423281553
Gebunden, 136 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Aus dem amerikanischen Englisch von Susanne Höbel. Mit einem Nachwort von Judith Hermann. Als Martin Guerre nach langjähriger, rätselhafter Abwesenheit endlich zu seiner Frau zurückkehrt, ist Bertrande de Rols, eine Frau von 30 Jahren, von Sinnen vor Glück. Der inzwischen zehnjährige Sohn weicht dem Vater nicht mehr von der Seite, das Gut blüht auf, die große Familie ist wieder vereint. Acht Jahre lang hatte Bertrande sich gesehnt, hatte gebangt und gezürnt, war weder Witwe noch frei gewesen, und jetzt - endlich - kann sie sich hingeben. Der Liebe, ihrer Sinnlichkeit, seinem Begehren. Welcher Dämon treibt ihr plötzlich Zweifel ins Herz? Ist der Mann, den sie liebt, wirklich Martin? Hin- und hergerissen zwischen ihrer Sehnsucht nach Zugehörigkeit und einer düsteren Ahnung, entfesselt sie eine richterliche Untersuchung - und eine Tragödie.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 13.04.2018

Angela Schader ist atemlos nach der Lektüre von Janet Lewis' historischem Justiz- und Ehedramas. Der Roman wirkt auf sie wie ein wunderbarer Bildteppich in einer sensiblen, farbenreichen Übersetzung (Susanne Höbel). Der "Allerweltstitel" soll den Leser nicht abschrecken, meint sie, der Roman beschreibe sinnlich, packend und hochdifferenziert den Weg einer Frau in den Ehebruch und die Einsamkeit. Über die Fakten zu dem Fall der Bertrande Guerre hätte Schader im Nachwort gern mehr erfahren.