Serafina wiegt 64 Kilo. Sie fühlt sich dick und unglücklich. Wie gerne wäre sie so schön schlank wie ihre Freundin Ernestine oder ihre Schwester Maria. Immer übermächtiger wird dieser Wunsch in ihr, und eines Tages hört sie auf zu essen. Serafina hungert und hungert. Bis fast nichts mehr von ihr übrig ist. Serafinas Schicksal ist kein Einzelfall. Jedes Jahr erkranken in Deutschland tausende von Mädchen an Magersucht - und es werden immer mehr. Wie erschreckend leicht man in einen solchen Teufelskreis aus Diäten und gestörter Körperwahrnehmung hineingerät und wie unglaublich schwer es ist, wieder herauszukommen, das erzählt Jana Frey in diesem Roman.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.12.2005
Für Catrin Kahlweit ist die Geschichte von Serafina, die von einer "pummeligen", unglücklichen Jugendlichen zur in Lebensgefahr schwebenden Magersüchtigen wird, nicht zuletzt wegen ihrer Aktualität "so banal wie gruselig". Immer mehr Menschen leiden durch Probleme in der Familie und beim "Erwachsenwerden" an Magersucht oder Bulimie, weiß die Rezensentin, die hervorhebt, dass die Autorin Jana Frey das Schicksal ihrer Heldin, das schließlich durch eine Therapie und einen "klugen Arzt" wieder zurück ins Leben führt, "unpolitisch, als Einzelbeispiel" schildert, statt es auf gesellschaftliche und mediale Einflüsse zurückzuführen.
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