Jan Motte, Rainer Ohliger

Geschichte und Gedächtnis in der Einwanderungsgesellschaft

Migration zwischen historischer Rekonstruktion und Erinnerungspolitik
Cover: Geschichte und Gedächtnis in der Einwanderungsgesellschaft
Klartext Verlag, Essen 2004
ISBN 9783898610407
Kartoniert, 352 Seiten, 18,90 EUR

Klappentext

Migration und historische Erinnerung sind zwei in Deutschland stark und kontrovers diskutierte Themen, die bislang allerdings weitgehend unverbunden bleiben. Während in den letzten Jahren eine lebhafte Auseinandersetzung um die politische Ausgestaltung der heutigen Einwanderungsgesellschaft geführt wurde, blieb deren historische Dimension unterbelichtet. Zwar sind Migrantinnen und Migranten sichtbarer Teil der deutschen Gesellschaft, doch gilt es noch, das Wechselverhältnis von Geschichte, Migration und historischer Erinnerung zu bestimmen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 13.07.2005

Der Rezensent Rolf Wörsdörfer ist recht angetan von diesem Sammelband zur bundesrepublikanischen Migrationsgeschichte. Auch wenn er diese Wege, auf denen sich die Autoren "an den harten migrationshistorischen Kern der Problematik heranpirschen" bisweilen recht umständlich findet, empfiehlt Wörsdörfer das Buch als Einführung in die Thematik und als "Pflichtlektüre für alle im interkulturellen Bereich Tätigen ebenso wie für Geisteswissenschaftler und interessierte Laien". Neben der Einwanderung so genannter "Gastarbeiter" werden in dem Band auch die erzwungenen Migrationen in der Nachkriegszeit aus Ost- und Südosteuropa thematisiert, denn "beide demografischen Bewegungen haben die Bevölkerungsstruktur der Bundesrepublik nachhaltig beeinflusst".
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