Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Tanja Handels. Alan Querry, ein erfolgreicher Bauentwickler aus Nordengland, hat zwei Töchter: Vanessa ist Philosophin und lehrt in Saratoga Springs, New York; Helen arbeitet für ein internationales Musiklabel mit Sitz in London. Die Schwestern haben sich nie richtig von der bitteren Trennung ihrer Eltern und dem frühen Tod ihrer Mutter erholt, vor allem Vanessa nicht, die immer wieder in Depressionen verfällt. Beim jüngsten Schub fliegen Alan und Helen nach Saratoga Springs. Im Verlauf von sechs Wintertagen upstate beginnen die Querrys mit Fragen zu ringen: Warum fällt manchen Menschen das Leben so viel schwerer als anderen? Kann Glücklichsein gelernt werden, oder wird man einfach so geboren? Hilft nachdenken?

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 02.12.2019

Meike Fessmann freut sich über die Effizienz und die Eleganz der Familienprosa von James Wood. Soll noch einer sagen, Kritiker können keine Romane schreiben. Der hier jedenfalls kann es, versichert Fessmann. Wood verschneidet Flaubert mit amerikanischer Erzählkunst und mit dem viktorianischen Roman zu einem charmanten Kammerspiel, staunt sie. Der Familienroman um einen geplagten Familienvater in Upstate New York im Jahr 2007, um gesellschaftliche Umbrüche, Scheidung, Geschwisterkonkurrenz und Solidarität ist kein Yates und kein Wolfe und versteckt das Wissen seines Autors um Perspektivik, Detail- und Figurenzeichnung nicht eben subtil, erklärt Fessmann. Wie sauber der Text "abschnurrt" findet die Rezensentin dennoch befriedigend.