James Risen

State of War

Die geheime Geschichte der CIA und der Bush-Administration
Cover: State of War
Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2006
ISBN 9783455095227
Gebunden, 249 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Norbert Juraschitz, Friedrich Pflüger und Heike Schlatterer. Einige der bedeutsamsten Umstände der Regierungszeit von George W. Bush sind bisher nicht an die Öffentlichkeit gelangt. Unter der Oberfläche der bekannte Ereignisse, die sich seit Beginn seiner Präsidentschaft abgespielt haben, liegt eine geheime Geschichte verborgen, eine Reihe verdeckter Geschehnisse, die vielen Vorgängen auf der der Welt präsentieten politischen Bühne der USA Hohn sprechen. Illegale Lauschangriffe innerhalb und außerhalb der Grenzen Amerikas, Machtmissbrauch, verantwortungslose Entscheidungen und verbrecherische Operationen spielen in dieser verschwiegenen Geschichte ein wichtige Rolle.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.02.2006

Aufschlussreich findet Wilfried von Bredow dieses Buch des "New-York-Times"-Reporters James Risen, das sich mit dem Gebrauch befasst, den die Regierung Bush von ihrem Geheimdienst CIA gemacht hat. Als wohltuend empfindet er, dass sich das Buch auf diesen Punkt konzentriert und sich nicht in "weitschweifig-geschwätzigen Anklagen der Bush-Politik" verliert. Was Risen zu berichten weiß, erscheint Bredow nicht "erfreulich". Im Wesentlichen geht es darum, dass sich Bush und seine Vertrauten in ihren außenpolitischen Planungen allzu häufig auf Wunschdenken verlassen haben, und dass die CIA bei der Beschaffung von relevanten Nachrichten für die Exekutive weitgehend versagt hat und dramatische Patzer der Regierung nicht verhindern konnte. Auch wenn er bei manchem Urteil des Bush-kritischen Autors zur Vorsicht rät, hält er fest: "Die Schieflage der amerikanischen Politik gegen den Terrorismus und seine vermuteten Brutstätten wird aber anschaulich illustriert."
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.02.2006

Schon vor seiner Publikation hat das Buch von James Risen über die CIA und ihr Verhältnis zur Bush-Regierung, das nun auf Deutsch vorliegt, in den USA für "Wirbel" gesorgt, weiß Nicolas Richter. Denn darin berichtet der Journalist der New-York-Times nicht nur über die misslungene Aktion der CIA, dem Iran gefälschte Atombombenpläne unterzujubeln, sondern auch über das Abhören von US-Bürgern auf Weisung des Präsidenten Bush zur allgemeinen Terrorabwehr, ohne dass dies von Gerichten genehmigt worden wäre, erklärt der Rezensent. Risens These von der "Militärisierung der Geheimdienste" ist "nicht gerade neu", räumt Richter ein, weshalb er die anschaulichen Berichte und Erzählungen über die verschiedenen Pannen bei der CIA oder ihre "Anbiederei" an die Bush-Regierung als die eigentliche Stärke des Buches ansieht.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 18.01.2006

"Unbedingt lesenswert" findet Arnd Festerling die Geschichte über die CIA in der Bush-Regierung. James Risen porträtiere den Geheimdienst als "Erfüllungsgehilfen" der Administration, der auf Befehl Gesetze bricht und foltert. Aus "anonymen Insiderinformationen" und bekannten Details zusammensetzt, nimmt es noch einmal Bezug auf historische Ereignisse, vom Fall der Berliner Mauer über die Terroranschläge in New York bis hin zu indischen Atombombe, von denen die CIA im Vornherein angeblich nichts gewusst haben will. Risen zeige aber auf, dass die Agenten oft mehr Informationen hatten, als sie jetzt zugeben. Auch die Frage, bei wem in den USA denn nun wirklich die Fäden zusammenlaufen, bei Bush oder doch Rumsfeld und Cheney, diskutiert der Autor in einer weise, die Festerling offensichtlich zusagt.

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