Aus dem Amerikanischen von Werner Löcher-Lawrence. "Godfather", "Mr. Dynamite" und "Da Number One Soul Brother": James Brown war eine der exzentrischsten und wirkmächtigsten Figuren der Popmusik. Doch es gab auch den anderen James Brown, das Kind schwarzer Landarbeiter in den ärmlichen Verhältnissen von Augusta, Georgia. James McBride begibt sich in Interviews mit ehemaligen Bandmitgliedern, Managern und Familienangehörigen auf seine persönliche Suche nach dem Mann hinter dem Mythos James Brown - und nimmt uns mit auf eine Reise durch das ganz andere Amerika: die Südstaaten, Heimat der Unterdrückten, der Magier, Trickster und Gestaltenwandler. Vom Leben des zerrissenen Musikers weitet sich dabei der Blick auf die kulturelle Landschaft einer zutiefst gespaltenen Nation.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 23.03.2018
Jan Kedves gefällt James McBrides Biografie über James Brown. Auch oder gerade, weil der Autor die Widersprüche im Leben des Musikers zeigt und inwieweit das rassistische Amerika, gegen das Brown aufbegehrte, weiter besteht. Der Krieg um das Testament, die Orte, die Brown geprägt haben, was Brown Zeit seines Lebens zu verbergen trachtete - darüber berichte der Autor im richtigen Sound, meint Kedves, wütend und offen. Über Amerika und den afroamerikanischen McBride erfährt der Leser dabei genauso viel wie über Brown, versichert Kedves.
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